
Die Stadt Bad Salzuflen führt Schulwegeplanungen an allen Schulstandorten durch. Sie unterstützt Schulen im Rahmen des Mobilitätsmanagements und der Schulwegeplanung auch bei Aktionen zur Förderung der Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmenden. Die Schilderaktion in den Pflanzkübeln wurde auf diesem Weg angeregt und mit Hilfe der Stadt umgesetzt. „Der Verkehr an Schulen zeichnet sich leider immer noch durch das Fehlverhalten im Hol- und Bringverkehr, den sogenannten „Elterntaxis“, aus. In Schötmar nehmen die Kinder nun Eltern und Autofahrende in die Verantwortung und werden dadurch selbst wirksam für rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr“, so Susanne Lübker, Klimaschutz- und Mobilitätsbeauftragte der Stadt Bad Salzuflen.
Schon seit 2018 beschäftigt sich die Schule als eine der ersten im Stadtgebiet mit diesem Thema. Nun gibt es sichtbare Hingucker: Die Mädchen-AG der 4. Klassen hat unter Anleitung der Schulsozialarbeiterin Frau Susanne Fleer eine Plakataktion gestartet. Die Mädchen zeichneten Schildvorlagen, um die Autofahrenden auf Kinder aufmerksam zu machen, damit vor allem ihre jungen Paten aus der 1. Klasse sicherer zur Schule kommen. „Achtung Kinder“ steht darauf in bunten Farben zu lesen. Finja aus der 1. Klasse sagt zu den Schildern: „Klasse! Weil die Autofahrer dann wissen, dass sie langsam fahren wegen uns Kindern“. „Die Plakate sollen die Verkehrsteilnehmer erinnern, dass hier im Eingangsbereich der Schule Kinder besonders häufig die Straße überqueren und erhöhte Rücksicht geboten ist“, ergänzt Frau Tanja Krenz. Die Schilder wurden vom Klimaschutz- und Mobilitätsmanagement der Stadt finanziert und durch den Hausmeister stabil montiert. Die Schulleitung dankt allen Beteiligten.
Hintergrund Schulwegeplanung an der Grundschule Schötmar-Kirchplatz
Der Prozess beinhaltete eine Elternbefragung zum Schulweg, geeigneten sicheren Verkehrsstellen sowie Gefahrenstellen und mehrere Ortstermine mit allen beteiligten Fachabteilungen der Stadt, der Schulleiterin Frau Tanja Krenz und teilweise mit dem Schulpflegschaftsvorsitzenden. Ein erstes Ergebnis im Rahmen dieses Projekts war die Neuerstellung des Schulwegeplans, der seit zwei Jahren an die neuen Schulanfänger verteilt wird. Hier werden sichere Schulwege ausgewiesen und auf Gefahrenstellen hingewiesen. Umgesetzt wurde bereits eine Hol- und Bringzone, Änderungen bei der Öffnung der Schuleingänge und die verstärkte Thematisierung im Unterricht. Weitere Maßnahmen wie Halteverbote, Präsenz von Polizei und Ordnungsbehörde sowie Markierungen werden sukzessive erweitert. „Wir sind natürlich immer weiter im Prozess, den Schulweg unserer Schülerinnen und Schülern weiter sicherer zu gestalten und können auch selbst kleine Maßnahmen umsetzen“, so die Schulleiterin Frau Krenz. Einige Maßnahmen liegen jedoch außerhalb ihrer Zuständigkeit, hier hat die Schulwegeplanung den Austausch mit der Stadt und der Polizei verbessert.
Pressemitteilung der Grundschule Kirchplatz









