In Deckung: Jochen Malmsheimers Waffe ist die Sprache – und sein
Publikum schießt mit Lachsalven zurück.

Ich bin kein Tag für eine Nacht oder: Ein Abend in Holz – schon der kryptische Name lässt erahnen, dass es im Programm des Essener Kleinkünstlers um seine Königsdisziplin geht: das Sprechen. Und das in allen Variationen: Ob alkoholgetränkte Gespräche in der Kneipe, stotterige Anmachversuche eines Teenagers in der Disco oder das sinnentleerte Gebrabbel in Kochshows – Jochen Malmsheimer durchleuchtet auf eine extrem humorvolle Art alltägliche Gesprächssituationen und Profanitäten. Dabei wirft er einen spöttischen Blick auf die alltäglichen Phänomene und Ereignisse des Lebens. Spätestens seit seinen im wahrsten Wortsinn merkwürdigen Auftritten als bärtiger Hausmeister in der politischen ZDF-Kabarett-Sendung Neues aus
der Anstalt sind Malmsheimers Fähigkeiten als Wortakrobat bekannt und gefürchtet. Seine Qualität wird nur von wenigen Vertretern seiner Zunft erreicht. Mit poetischen Formulierungen, verzwicktem Satzbau und alten Sprichwörtern löst er bei seinen Zuschauern Zwerchfellerschütterungen
und Verwunderung gleichermaßen aus.

Ab 26,40 Euro lässt sich die rasante Wort- und Stimmgewalt des unnachahmlichen
Jochen Malmsheimer im Kur- und Stadttheater genießen. Es lohnt sich.

 

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