In Sonntagsreden wird die deutsch-italienische Beziehung gemeinhin als Idylle beschworen …

Italophile Deutsche und germanophile Italiener*innen loben dann gerne das, was man einst als „Wahlverwandtschaft“ feierte. In Wirklichkeit vernebeln Stereotypen und Vorurteile, Fehlinformation und Fake news, ja zuweilen Hass und Hetze, den Blick.

Italien, seit Jahrhunderten Sehnsuchtsort der Deutschen, leidet an chronischen Krankheiten: Politische Instabilität, monströse Bürokratie, schwaches Wirtschaftswachstum, wachsender Brain drain. Und Deutschland, im Belpaese als das Land des Pflichtbewusstseins und der Systematik, als Lokomotive, die Italien mitzieht, respektiert, schwächelt. Die Corona-Krise legt bloß, was als Defizit schon lange am Fundament von Staat und Wirtschaft sägte: Überregulierung, Reformstau, marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung.

In unserer Veranstaltung soll der Nebel gelichtet, ein klares Bild geschaffen und anhand zweier neuer Publikationen analysiert werden, ob und wie die Beziehung nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Ulrich Ladurner, Journalist bei DIE ZEIT, Autor des 2019 erschienenen Buchs „Der Fall Italien“
Fabio Colasanti, Ökonom (ehem. Generaldirektor bei der Europäischen Kommission) und Autor des 2021 beim Villa Vigoni Editore | Verlag erschienenen Sammelbands „The Value of Money. Controversial Economic Cultures in Europe: Italy and Germany“.

Sabine Seeger-Regling, ehem. Italienkorrespondentin, Beraterin für EU-Fragen und Autorin des 2021 beim Villa Vigoni Editore-Verlag erschienenen Sammelbands „The Value of Money. Controversial Economic Cultures in Europe: Italy and Germany“ moderiert das Gespräch.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni statt.

Weitere Informationen unter www.vhs-wissen-live.de.

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