Großartiger Klassiker oder verstaubte Pflichtlektüre aus Oberstufenzeiten? Goethes Die Leiden des jungen Werther dürfte unbeachtet in unzähligen Bücherregalen ehemaliger Abiturienten vor sich hin vegetieren. Einer packt nun den Staubwedel aus.

Der Herforder Schauspieler und Musiker Dieter Grell haucht der Geschichte um den sterblich verliebten Werther und sein schon verlobtes Objekt der Begierde neues Leben ein. Dazu schlüpft er in die Rolle des loyalen Dieners, der seinen Herrn blutüberströmt und leblos vorfindet. Neben ihm liegt ein Brief, den der junge Rechtspraktikant am Abend vor seinem Selbstmord an seine große Liebe Lotte geschrieben hat. Ein Brief, der die tiefsten Gefühle Werthers offenbart – und die Geschichte einer aussichtslosen Liebe erzählt.
Mit der Erfahrung aus 30 Jahren Bühnenpräsenz nähert sich Dieter Grell der Mutter aller Schullektüren auf eine ganz neue Art und Weise. Mit nur wenigen Requisiten und mit musikalischer Untermalung von Bach und Apocalyptica lässt er den Klassiker aufleben.

Die Aufführung Werther – Die Geschichte meines Herrn gibt es am 23. September in der Stadtbücherei zu sehen. Karten für das Einpersonenstück kosten 8 Euro.

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