07.10.2011 // Stephan Bauer

Mit einer Message an die Frauen endete der Kabarettist, Comedian und Frauenversteher Stephan Bauer mit seinem Programm: „Auf der Suche nach dem verlorenen Mann“ in der ausverkauften Gelben Schule: „Seid nicht so streng mit uns“. (Sind wir sowieso nicht, A.d.weibl.R.). Vorher gab es viele Kalauer und einiges Ernstes am laufenden Band, die mit vielem Gelächter, Applaus „Ahs“ und „Ohs“ honoriert wurden.

Seit der Mann noch die Entscheidungen über relevante Bereiche des Lebens wie Wahl des Wohnortes und Arbeitsplatz für seine Ehefrau treffen durfte, also seit Ende der 1950-er Jahre, habe die Frau zunehmend aufgeholt und sorge für männliche Verunsicherung. Wenn Mann und Frau sich begegnen, denken sich beide: „Was für ein Arsch!“. Der Mann von heute müsse sein wie eine Küchenrolle, sanft, saugstark und immer verfügbar. Da die Frau häufig das gesamte Geschirr zerschlage, müsse der Mann mit offenem Mund unter der Kaffeemaschine den Kaffee auffangen. Auch hätten sich Selbsthilfegruppen gegen weibliche Deko-Attaken und Deko-Wahn im Hause gebildet, aber immerhin hätten Kerzen so viel Mitleid mit dem Manne, dass sie sich selber vernichten, so Bauer.

Per Live-Demonstration versuchte Bauer sich selber ins Knie zu ficken, bewies aber per Geometrie, dass das männliche Geschlechtsteil mindestens 70,7 cm aufweisen müsse, damit diese weibliche Aufforderung in die Tat umgesetzt werden könne. Wenn das Auto tatsächlich ein Potenzsymbol wäre, würden Männer doch den ganzen Tag in die Garage raus und rein fahren, ist sich der Entertainer sicher. Ansonsten erfand Bauer noch das sinnvoll bedruckte Klopapier: „Spanisch lernen in 20 Sitzungen“.
Bauer ging spontan auf das Publikum ein, als ein Handy klingelte sagte er: „Gehen Sie doch dran, dann kann er mithören“.

Eine Gruppe von sieben Zuschauerinnen wollte ihn nach der Vorstellung mitnehmen, doch Bauer meinte, so viele würde er nicht schaffen. Eine Dame lachte immerfort, so dass der Künstler ihr anbot, sie für seine Tournee zu buchen. Ansonsten war er wohl nicht so begeistert von Bad Salzuflen – in anderen Städten wären nach seiner Vorstellung die Lokale geschlossen, hier schon vorher.

Jürgen R.: „Er hat alte und neue Sachen geschickt miteinander vermischt, einiges kannte ich; er hat seinen eigenen Stil. Er hält beiden Geschlechtern den Spiegel vor.“

Dora B.: „Zuerst ein bisschen platt, aber er hat sich gesteigert und einiges war wirklich witzig.“

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