Die außerordentliche Mitgliederversammlung von Kinder in Not OWL hat beschlossen, den Verein nicht weiter fortbestehen zu lassen.

Der 1. Vorsitzende Reinhard Lehmann wurde nach Informationen, die dem Salzstreuner vorliegen, von den anwesenden Vereinsmitgliedern (11 waren in Löhne-Gohfeld (!) anwesend) aufgefordert, die nötigen Maßnahmen zur Auflösung des Vereins einzuleiten.

Entschieden wurde dieser Schritt nach der zuvor intensiv diskutierten Frage, ob und wie sich die anwesenden Mitglieder einen Fortbestand des Vereins und ein eigenes Mitwirken im Vorstand vorstellen könnten.

Da sich insbesondere aufgrund der ungewissen aktuellen Position, des fehlenden Handlungsspielraumes und der unklaren finanziellen Lage des Vereins niemand bereit erklärte, ein Amt zu übernehmen, sah selbst der 1. Vorsitzende, der anfangs noch für den Erhalt „seines Babys“ geworben hatte, keine Chance mehr für den Fortbestand.

Bei zwei Enthaltungen und neun Stimmen gegen den Fortbestand wurde die Auflösung beschlossen. Drei Mitglieder, die zum Termin der Versammlung verhindert gewesen waren, teilten dem 1. Vorsitzenden auf dem Postweg ihren Wunsch nach der Fortführung mit – ihre schriftlichen Stellungnahmen wurden von Reinhard Lehmann zu Beginn der Veranstaltung vorgelesen.

Die Gesamtverbindlichkeiten des Vereins Kinder in Not OWL bezifferte Reinhard Lehmann auf mittlerweile ca. 15.000 Euro, wobei ein Großteil der Summe erst nach dem März 2013, also nach Beginn der polizeilichen Ermittlungen zustande gekommen sein sollen, insbesondere durch Rechnungen von Handwerkern und ausstehende Mietzahlungen für die neue Boutique.

Wie hoch das Guthaben des Vereins aktuell ist, darüber konnte Reinhard Lehmann auf der Versammlung keine Angaben machen, da die Einsicht in die EDV gestützte Buchhaltung und in das Online-Vereinskonto seit der vorübergehenden Beschlagnahmung der Rechner nicht mehr möglich sei und die sich noch im Umlauf befindlichen Spendendosen „eingefroren“ seien, so der 1. Vorsitzende.

Mit Verwunderung reagierten die Anwesenden auf die (erst auf Nachfrage eines Mitgliedes) eingeräumte Tatsache, dass der ebenfalls anwesende, bisherige 2. Vorsitzende von Kinder in Not OWL bereits im Mai dieses Jahres vor dem Amtsgericht seinen Rücktritt von seinem Amt erklärt hat.

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Kommentare

Hier wird endlich mal ein „Lautsprecher“ abgeschaltet.
Hoffentlich bringen wir in Erfahrung, wie die ganze Angelegenheit ausgeht – sehr bedauerlich, dass eine Person einem ganzen Bereich so schaden kann.

Man sollte in Zukunft genauer hinschauen


Für die Zukunft gelernt, kein Bargeld/Überweisungen mehr für dubiose Institutionen. Schönen Dank.

Björn

PS.: Spendendose zur Abholung bereit!
PPS.: Hausverbot für den 1. Vorsitzenden


Das wurde ja auch mal zeit.