Interview: Der Hofbräu-Frank

Foto Frank Baus

Frank Baus blickt zufrieden nach vorn und zurück. Wir haben dem Gastronomen und Hotelier dabei Gesellschaft geleistet // Foto: ta

Obatzda, Schinkenfleckerl und Vanillesulz – als Frank Baus vor 21 Jahren seine ersten Schritte in die gastronomische Selbstständigkeit wagte, hatte er sich nicht träumen lassen, dass er eines Tages Fachwirt für bajuwarische Spezialitäten sein würde. Doch mittlerweile hat sein Hofbräu am Ostertor das Einjährige hinter sich und der erfolgreiche Start lässt Frank Baus sehr zufrieden zurück und nach vorn blicken. Wir haben dem Gastronomen und Hotelier dabei Gesellschaft geleistet.

Dreizehn Monate Hofbräu am Ostertor liegen hinter Ihnen. Sie sehen ziemlich zufrieden aus.
Frank Baus: Ich bin auch zufrieden. Die Entscheidung, aus dem Franki’s das Hofbräu am Ostertor entstehen zu lassen, war genau richtig. Die Akzeptanz und der Zuspruch sind hervorragend. Die Menschen wissen, was sie bei uns erwartet: Die Atmosphäre ist lockerer und geselliger als im Franki´s. Und auch das Ambiente ist gemütlicher. Der Mittelpunkt unseres Lokals ist die zentrale Theke, an der sich Gäste begegnen und miteinander ins Gespräch kommen. Ohnehin ist der Gästemix sehr angenehm. Jugendliche kommen genauso zu uns wie Senioren, Firmengäste genauso wie Paare, die vielleicht ein bayerisches Wochenende mit Eintritt in die VitaSol Therme gebucht haben. Zudem sind da noch die Firmenfeiern, Klassentreffen, Geburtstage und Vereinsfeiern. Ins Franki´s kamen nur äußerst wenige Gruppen – im Hofbräu ist das völlig anders.

Steht das Hofbräu heute bereits so da, wie Sie es sich vor einem Jahr gewünscht hatten?
Natürlich kann man immer noch etwas verbessern. Aber grundsätzlich haben wir die Ziele, die wir uns für das erste Jahr gesteckt haben, erreicht. Besonders überrascht hat uns das große Interesse an unseren Krugfächern – zurzeit sind alle 54 Fächer des Krugschranks belegt. Es gibt sogar eine Warteliste. Auch die Stammtisch-Buchungen haben zugenommen – hier haben wir allerdings noch einige freie Kapazitäten. Und schließlich sind da ja auch noch unsere Veranstaltungen …

… wie das Einjährige oder der Sommer-Sause-Sonntag!
Genau. Sämtliche Feiern und Feste kamen hervorragend an. Teilweise waren sie schon Wochen vorher ausgebucht.

Welche Veranstaltungen und Aktionen stehen demnächst an?
Am 29. September feiern wir ein großes Oktoberfest mit der Hüttn´ Band. Da diese Party schon seit Wochen ausgebucht ist, haben wir kurzerhand eine Zugabe organisiert. Diese findet nun am 20. Oktober statt, für die Musik haben wir erneut DJ Ulf gewinnen können. Bereits zu unserem Einjährigen hat Ulf dafür gesorgt, dass die Tanzfläche fast immer voll war. Silvester werden wir es natürlich auch krachen lassen. Das Programm steht, die Original Hofbräu Band ist gebucht und Reservierungen können angenommen werden. Bis zum Jahresende wird es zudem noch sicher die eine oder andere Überraschung geben.

Neben dem Hofbräu wird auf der gegenüberliegenden Seite der Grabenstraße seit einiger Zeit kräftig gebaut. Wird dort das Hofbräu über die Straße erweitert?
Nein. Der Erweiterungsbau, der auf der Ecke von Graben- und Osterstraße entsteht, wird vom Investor an das Hotel verpachtet. Hier entstehen weitere Hotelzimmer, von denen einige als Boardingzimmer gestaltet werden. Diese Räume werden häufig von Unternehmen genutzt, die ihre Mitarbeiter über eine längere Zeit und für ein bestimmtes Projekt am Standort Bad Salzuflen einsetzen. Im Erdgeschoss des Baus entsteht ein anmietbarer Tagungs- bzw. Veranstaltungsraum, der allerdings mit einem gemütlichen Ambiente im bayerischen Stil gestaltet wird.

Ist es auch möglich, das Hofbräu für eine Veranstaltung zu mieten?
Das ganze Hofbräu für eine geschlossene Gesellschaft zu mieten, ist nicht möglich. Zum einen möchten wir unser Haus immer für alle Gäste offenhalten, zum anderen ist die Komplettvermietung ohnehin im Lizenzvertrag mit der Hofbräu-Brauerei ausgeschlossen – übrigens genauso wie Flatrate-Partys. Dennoch lässt sich das Hofbräu auch hervorragend für und von Gruppen nutzen. Wir haben das Wirtshaus in die Bereiche Theke, Stube und Bierschwemme gegliedert. Die beiden Bereiche Stube und Bierschwemme kann man für Feiern reservieren.

Was sagt eigentlich Ihre Waage zu einem Jahr bayerischer Küche?
Dasselbe wie vor einem Jahr. Und das, obwohl ich fast jeden Tag im Hofbräu esse. Es muss ja nicht jeden Tag Haxe oder Fleischkäse sein. Unsere Karte ist vielfältig, da ist für jeden Tag etwas dabei.

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