Buch-Tipp: Unterwerfung // Michel Houellebecq

Michel Houellebecq

Foto: Dumont Verlag

Am Tag der Veröffentlichung des neuen Houellebecq-Romans fielen in Paris die Schüsse auf die Redaktion von Charlie Hebdo.

Natürlich haben die grausamen Geschehnisse das Interesse an Houellebecqs neuestem Werk extrem gesteigert, denn sein Buch wird dadurch umso brisanter. Auf 270 Seiten beschreibt Houellebecq die Tage des Literaturwissenschaftlers François, der 2022 miterlebt, wie ein gemäßigt islamischer Politiker zum Präsidenten Frankreichs gewählt wird. Houellebecs Geschichte ist dabei meilenweit davon entfernt, Droh- oder gar Horrorszenarien eines islamischen Staates aufzubauen. Vielmehr beeindrucken seine Ausführungen darüber, welche Räder – und vor allem Hände  – ineinander greifen müssen, um das bislang vielleicht Unvorstellbare ganz einfach erscheinen zu lassen. ta

Kommentar verfassen