Wer in der heutigen Zeit noch nach sinnhaften Zusammenhängen sucht, ist oft aufgeschmissen. Unsinn macht sich breit. Unsinn ist aber nicht gleich Unsinn. Legt man den Begriff auf die Goldwaage, findet man gleich mehrere Bedeutungen. Zur Unterscheidung können Reaktionen auf sinnfreie Sachverhalte herhalten.

Kopfschütteln: Wenn jemand den in zwei Wochen ohnehin verrotteten Hundehaufen seines Fiffis in einem 200 Jahre lang haltbaren Plastikbeutel in der Natur entsorgt, kann man nur mit der Rübe wackeln. Scheiße ist beides, aber der Polyethylensack mit Leinenclip ist dann auch noch absurd.

Weglächeln: Manchmal tritt der Unsinn weniger als Absurdität, sondern vielmehr als Quatsch in Erscheinung. Als Reaktion auf abgelutschte Scherze à la „Bielefeld gibt‘s doch gar nicht!“ lässt sich dann nur noch ein gequältes Lächeln beobachten. Oder ein entnervtes Augenzukneifen.

Bestürzung: Und dann gibt es da auch noch die besonders fatale Version von Unsinn. Sinnlose Handlungen, die dieses unrühmliche Prädikat innehaben, lösen Bestürzung, Fassungslosigkeit und manchmal auch Schockstarre aus. Traurige Beispiele für diese Form des Un- oder Wahnsinns gibt es in diesen Tagen leider zuhauf. Sie müssen nicht extra genannt werden. Das ergäbe überhaupt keinen Sinn.

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