Auf Wiederhören: Cat Stevens „Tea for Tillermann“ (1970)

Der in London  geborene Cat Stevens (Steven Georgiou) hatte seit Ende der 60er Jahre Hits gelandet, aber erst mit dem vierten Album Tea for Tillerman wurde er weltbekannt.

Neben den großartigen Melodien fesselte die Zuhörer am meisten die Sensibilität seiner Texte und seine Bereitschaft, sich mit heiklen Themen zu beschäftigen – wie die Suche nach spiritueller Orientierung auf „But I Might Die Tonight“ und „On The Way To Find Out“. „Father And Son“ reagiert auf die Explosion der Jugendkultur, aber der Song schmerzt, weil es keine Beschuldigungen innerhalb des benannten Paars gibt. Dank der wunderbaren Melodien und dem sanften Charme verkaufte sich die LP so gut, dass sie Goldstatus erreichte. Sieben Jahre später konvertierte Stevens zum Islam, änderte seinen Namen und zog sich vom Musikgeschäft zurück, um die Spiritualität zu leben, nach der er sich in seinen Liedern gesehnt hatte. Seitdem hat seine Arbeit selten wieder die einfache Geradlinigkeit  dieses vielgeliebten Albums erreicht.

(Auszug aus „1001 Alben: Musik, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist“, Edition Olms.)

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