Streusalz – die Glosse im September

Gerade erst erlebt: Im Urlaub macht man sich ja gerne ein Bild von einer fremden Stadt, etwa beim Spaziergang durch die City. Dabei zieht man so seine Schlüsse auf die Menschen, die in dieser Stadt wohnen. Wie wäre und ist das wohl bei Bad Salzuflen?

Schließt man von der Fußgängerzone auf den Bad Salzufler an sich, käme wohl folgendes Bild heraus: Der gemeine Salzufler ist weiblich und trägt gerne Kleidung ab Konfektionsgröße 46. Er – oder vielmehr sie – ist Friseurin, zumindest achtet sie sehr auf ihre Frisur, daher sucht sie regelmäßig einen der vielen Frisöre in der Stadt auf. Die Salzuflerin hat eine Vorliebe für die Architektur der 80er Jahre und kann sich zwischen Ramschläden und hochwertigem Einzelhandel nicht wirklich entscheiden. Man geht gerne aus, verzichtet dabei aber auf ausgefallene Schuhmode, denn das bekommt einem bei dem Straßenpflaster nicht. Die Salzufler haben es gerne aufgeräumt: Wenig Mülleimer, die Fläche des Salzhofes bleibt auch meistens frei. In der Langen Straße darf es aber gerne auch mal wie eine Mischung aus Gartenparty und Nachbarschaftsflohmarkt aussehen. Dafür ist die gute Stube schön herausgeputzt und man hat einen Zaun drum herum gezogen, damit es keine Flecken gibt.

Man hat in Bad Salzuflen ein Herz für die klamme Stadtkasse und parkt aus Solidarität gut sichtbar für die Knöllchenschreiber. Insgesamt also ein recht freundliches und aufgeschlossenes Völkchen, diese Bad Salzufler, wenn sie auch stellenweise etwas in der Vergangenheit zu leben scheinen. Oder sind wir in Wirklichkeit doch ganz anders?

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