Widerstand ist zwecklos? Wohl kaum: Kaufleute, Bürgerverein und Handelsverband Bad Salzuflen wehren sich.
Widerstand ist zwecklos? Wohl kaum: Kaufleute, Bürgerverein und Handelsverband Bad Salzuflen wehren sich.

Die Parteien bekommen sich in die Köppe, die Kaufleute Bad Salzuflen befürchten das Schlimmste und der Vorsitzende des Schötmaraner Bürgervereins droht damit, “sämtliche Register zu ziehen”.

Alle Jahre wieder kommt eine Diskussion auf den Tisch, die sich damit befasst, wie sich der Bereich im und am Hoffmannsgelände weiterentwickeln soll? Der Anziehungspunkt, der zwischen den beiden größten Zentren unserer Stadt mit seinen Sortimenten Tag für Tag die Massen anlockt, hat noch Luft – nicht nur nach oben, sondern auch zwischen den Gebäuden.

Interessenten für zusätzliche Produkte scheint es durchaus zu geben, sogar konkrete. Denn der Investor und Eigentümer der Grundstücke zwischen ehemaligem Feuerwehrgerätehaus und Postgelände strebt die Änderung des Bebauungsplanes an. Dieser verbietet bislang die weitere Öffnung des Hoffmannsparks für den kleinteiligen Einzelhandel – für einige Sortimente aus dem Gesundheitsbereich soll dieses Verbot nach seinen Vorstellungen nun aufgehoben werden.

Im Salzufler Planungsausschuss ist in der letzten Woche eine engagierte Debatte zu diesem Thema geführt worden. Die Meinungen gingen dabei weit auseinander, wobei die CDU geschlossen für die Änderung des Bebauungsplanes eintrat.

Die Kaufleute Bad Salzuflen und der Bürgerverein Schötmar haben sich sofort gegen die Änderung des Bebauungsplanes positioniert und gemeinsam heftigen Widerstand angekündigt. Sie befürchten das Ausbluten der Ortskerne und verweisen auf die Salzufler Liste, mit der vor Jahren definiert wurde, was auf dem Hoffmannsgelände verkauft werden darf und was nicht.

Dass der Inhalt dieser Liste, die zum Schutz des Einzelhandels in den Ortsteilen und im Zentrum erstellt wurde, nun schrittweise verändert werden soll, können Annemarie Dahms, Ute Wagner (beide Die Kaufleute Bad Salzuflen) und Jochen Heidbreder (Bürgerverein Schötmar und Handelsverband Bad Salzuflen) nicht nachvollziehen. Dem vorgelegten Gutachten, das belegen soll, dass die Auswirkungen auf die Zentren verkraftbar seien, stehen sie äußerst skeptisch gegenüber.

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Kommentare

Es ist ein Unding das wieder bestehende und hinreichend geprüfte Regeln für einen bestimmten Investor geändert werden sollen. Dass dann bestimmte CDU Politiker auf die freie Marktwirtschaft verweisen, zeigt daß sie offensichtlich vergessen haben, daß wir eine freie soziale Marktwirtschaft haben bei der eben doch auf bestimmte Regularien Rücksicht genommen wird.