Generationswechsel im Kurpark Hotel: Interview mit Swetlana Lenger

Foto Familie Lenger vor dem Kurpark Hotel

Swetlana Lenger war vor 13 Jahren noch Auszubildende im Kurpark Hotel – heute führt Sie das Hotel gemeinsam mit Mann Matthias und Sohn Erik. // Foto: ta

Im Kurpark Hotel mit der markanten Adresse Parkstraße 1 hat sich ein Generationswechsel vollzogen. Das von Familie Bungart aufgebaute Werk wird künftig von Familie Lenger weitergeführt. Swetlana Lenger ist ein Eigengewächs des Hauses. Sie hat hier vor dreizehn Jahren ihre Ausbildung begonnen, nun führt sie gemeinsam, mit Mann Matthias und Sohn Erik, das 109-Betten- und Vier-Sterne-Haus.

Frau Lenger, Sie kennen das Kurpark Hotel ja von der Pike auf. Hätten Sie sich zu Beginn Ihrer Ausbildung je gedacht, hier einmal selbst das Zepter zu übernehmen?
Nein, im Traum nicht. Allerdings gab es schon früh eine besondere Beziehung zu Familie Bungart. Deshalb witzelte ich schon nach meiner Ausbildung im Jahr 2009, dass das Hotel in zehn Jahren mir gehören würde. Niemand – und ich selbst am allerwenigsten – hat damals daran geglaubt, dass dies tatsächlich 2019 der Fall sein würde. Selbstverständlich will man im Beruf ja nicht stehenbleiben. Ein eigenes Haus zu führen, ist eigentlich der Traum eines jeden in der Branche. Deshalb sind wir auch sehr froh über diese Möglichkeit.

Wie war die Einarbeitung?
Das lief alles reibungslos und sehr harmonisch ab. Wir haben in der Zeit des Übergangs sehr toll zusammengearbeitet und von Familie Bungart noch viele wichtige Tipps und Kniffe bekommen. Die Nachfolgeregelung war ja seit geraumer Zeit schon klar, wurde von uns aber nicht so weit nach außen getragen. Wir wollten uns die nötige Zeit und Ruhe zu geben.

Und ist Herrn und Frau Bungart der Abschied leicht gefallen?
Es ist wie immer: Man geht ja mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich freuen sich beide über die gewonnene Freizeit für Reisen und Familie. Aber sie bleiben dem Kurpark Hotel auch
weiterhin eng verbunden. Wir möchten auf die beiden als Mentoren und Ratgeber zurückgreifen dürfen.

Wie haben Ihre Gäste und Kollegen reagiert?
Unsere Stammgäste haben sich sehr für uns gefreut, viele kenne ich ja auch schon seit Jahren. Am meisten freut sie, dass das Haus von jemandem weitergeführt wird, den sie kennen und dem es auch um die gute Tradition des Hauses sowie um seine Atmosphäre geht. Und mit den Kollegen bin ich schon immer gut zurechtgekommen – ob früher als Auszubildende oder jetzt als Chefin.

Das Familiäre des Hauses wurde von den Gästen und Besuchern stets geschätzt. Was sind die weiteren Stärken des Hotels?
Mit Sicherheit ist die Lage zu den Gradierwerken und zum Kurpark sowie die ruhige Atmosphäre Bad Salzuflens für unsere Gäste ein angenehmer Faktor. Unsere Gäste genießen die Sonne, die Gradierwerk-Luft, Salzuflens Kultur und natürlich das lokale Leben. Auch unser Essen wird von unseren Gästen stets gelobt. So hat sich unser Mittagstisch inzwischen zu einem sehr beliebten Angebot in Bad Salzuflen etabliert, das auch Einheimische gerne nutzen. Das Wichtigste ist und bleibt allerdings das motivierte Kurpark-Hotel-Team – wir sind gemeinsam Herz und Seele des Hotels. Von der Rezeption über das Housekeeping bis hin zur Küche und dem Service. Gerade diese familiäre und persönliche Note ist es, die von allen Gästen geliebt wird.

Haben Sie schon neue Ideen oder Pläne für das Haus?
Das langfristige Ziel des Kurpark Hotels ist es, charmanten Luxus und zeitlose Eleganz im Herzen von Bad Salzuflen, in einer sehr prädestinierten Lage, direkt am Kurparkeingang und gegenüber den Gradierwerken, anzubieten. Für diesen Zweck verbinden wir die Tradition des Hauses mit einer zeitgemäßen Form des Genießens und Wohlfühlens. So werden wir selbstverständlich gut Bewährtes erhalten und auch Neues anbieten. Was genau, das bleibt aber erst mal unser Geheimnis.

Kommt bei der vielen Arbeit die Familie nicht zu kurz?
Nein, das alles ist allerdings eine Frage des guten Zeit-Managements. Und Zeit muss man sich immer nehmen, denn das Wichtigste im Leben sind nun einmal Kinder und Familie. Mein Mann und ich sind da schon ganz gut organisiert, wir arbeiten ja auch täglich zusammen.

Und was macht man zum Ausgleich des Hotel-Alltages?
Viel Zeit mit der Familie verbringen und dabei Kraft tanken. Wir gehen gerne spazieren, wenn es die Zeit erlaubt. Durch den Kurpark, den Landschaftsgarten aber eben auch durch die Innenstadt, wo wir viele schöne Geschäfte haben. Schließlich leben wir ja auch da, wo andere Urlaub machen – einen gewissen Erholungsfaktor gibt es also immer schon, sobald man nur vor die Tür geht.

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