Die langanhaltende Trockenheit bedeutet puren Stress für die Bäume. Als eine Reaktion auf diesen Stress kann es zu sogenannten „Grünastabbrüchen“ kommen, bei dem ein Baum völlig gesund erscheinende Äste abwirft. Diese Ereignisse geschehen unvermittelt und sind nicht durch durchgeführte Baumkontrollen hervorzusagen, darauf weist der Baubetriebshof der Stadt Bad Salzuflen, in dessen Aufgabenbereich auch die Baumpflege fällt, hin.

Was genau den Baum dazu veranlasst, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Vermutet wird, dass sich der Baum von den unteren Ästen, die weniger Photosynthese betreiben, als Teil seiner Überlebensstrategie trennt. Mit hineinspielen könnte auch, dass durch fehlendes Wasser der Zelldruck, und damit auch die Spannung im Holz, nachlässt. Speziell bei den Eichen kommt hinzu, dass diese unter großem Stress besonders viele Eicheln, also Samen, produzieren, um den Fortbestand zu sichern. Das Gewicht der Eicheln trägt dann seinen Teil zum Grünastabbruch dazu.

Da es schon zu zweien solcher Grünastabbrüche, glücklicherweise ohne Schaden, gekommen ist, wurden im Kurpark Warnschilder aufgestellt. Die Stadtverwaltung möchte auf erhöhte Aufmerksamkeit im gesamten Stadtgebiet bitten, besonders beim Aufenthalt unter großen Bäumen mit weit ausladenden Ästen.

(Text: Stadt Bad Salzuflen)

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