Streusalz – die Glosse im April 2011

Leere Kassen überall, doch Kröten findet man noch reichlich in Salzuflen: Mit vier Tunneln soll die Extersche Straße von einer Todesbahn für Unkentiere zur fröhlichen Verbindungsachse zwischen deren Wohnort und ihrer Rammelwiese werden.

Zwischen 40.000 und 73.000 Euro werden dafür fällig – ob es Zuschüsse gibt, ist zumindest fraglich. Viel Moos für ein paar Kröten – aber immerhin ist noch keiner auf die Idee gekommen, die Extersche Straße während der Krötenwanderung einfach zu sperren, wie anderswo, wo Anwohner dann nicht mehr zu ihrem Haus kommen.

Verspäteter Aprilscherz oder Stärkung der Regionen? Die Länder Sachsen und Thüringen haben eine Initiative gestartet, mit der die alten Autokennzeichen wieder eingeführt werden könnten. Also zurück vom LIP zu LE ? Als Salzufler kann man ja nur dagegen protestieren, wieder (wenn auch nur symbolisch) unter die Fuchtel der „Salzufler Vorstadt“ zu fallen… Außerdem steht LIP doch für „Leben im Paradies“. Gut, bei Bielefeldern und Herfordern steht es eher für „Landei in Panik“…

Mit Kanonen auf Spatzen wird auch in NRW geschossen: Nach der tragischen Katastrophe von Duisburg ist allerhand gesetzgeberischer Aktionismus ausgebrochen, der alle Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Besuchern trifft. So wird man in diesem Jahr ein etwas verändertes Salzsiederfest erleben können, inklusive Krisenstab mit eigenem Container-Büro auf dem Parkplatz Mauerstraße. Bleibt für den traditionsbewussten Salzufler nur zu hoffen, dass er dabei nicht in Panik gerät…

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