Am Ende der Vorsätze ist noch viel vom Jahr 2022 übrig. Nicht wenige von uns haben schon jetzt die hehren Absichten vergessen, die sie noch zum stillen Jahreswechsel in wohlklingende Phrasen gegossen hatten.

Überflüssige Pfunde verlieren, das schädigende Rauchen aufgeben, mehr mit der Familie unternehmen, häufiger Zahnseide benutzen, sich in Toleranz üben – fast alles wurde längst in die dunkelste Ecke des Erinnerungsvermögens geschoben. Nur der Vorsatz „regelmäßiger spazieren gehen“ wird in immer mehr Städten unseres Landes eisern durchgehalten. Gleichgesinnte mit guten Absichten und nicht selten auch organisierte Meinungsverstärker helfen schließlich beim Durchhalten und beim abendlichen Luftschnappen.

Wer wirklich spazieren gehen will, dem empfiehlt sich aktuell eine informative Baustellenwanderung durch Bad Salzuflen. Während man an der Rudolph-Brandes-Allee jedoch erkennen muss, dass sich der architektonische 70er-Jahre-Brutalismus-Charme des Rathauses auch durch glattere Fassadenplatten kaum verbergen lässt, gerät man an der Zubringer-Kreuzung zur Lockhauser Straße doch mächtig ins Schwärmen. Der Rohbau über der B239 wirkt zwar heute noch wie die Festung Dol Guldur aus Herr der Ringe, doch ab 2023 sollen hier Feuerwehrfrauen und -männer für die Sicherheit in der Stadt sorgen.

Es geht voran!

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