Deutschland zieht um – Bad Salzuflen auch.

In Sachen Wohnortwechsel sind die Deutschen bereits Weltmeister.

Laut einer Studie des Energiedienstleisters Techem ziehen rund ein Zehntel der in Deutschland lebenden Menschen einmal pro Jahr um. Das Immobilienportal Immowelt berichtet auf seiner Internetseite sogar davon, dass 70 % aller Deutschen bereits fünfmal umgezogen sind; jeder Vierte soll sogar bis zu zehnmal seinen Wohnort gewechselt haben. Die höchste Umzugsquote soll dabei Bremen aufweisen können, die niedrigste Berlin – Nordrhein-Westfalen liegt ungefähr genau in der Mitte.

 

Allein für 4.667 Bürger ging es hin oder her

Auch in Bad Salzuflen werden übrigens tüchtig die Wohnstandorte gewechselt. Das Kommunalprofil der Landesdatenbank (IT.NRW) weist für Bad Salzuflen im Jahr 2012 die Bewegungen von insgesamt 2.392 zugezogenen und 2.275 fortgezogenen Bürgern aus, was zu einem kleinen Zuwachs von 117 Neubürgern durch Umzug führt. Hinzu kommen die Umzüge, die innerhalb der Gemeinde stattfinden, also per Saldo die Bevölkerungszahl Bad Salzuflens nicht beeinflussen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Altersstruktur der Salzufler Neuzugänge: Mit 9,6 Prozent ist der Anteil der Zugezogenen bei der Ü65-Generation um über 3 Prozent höher als der Anteil dieser Neubürger im Kreis (6,5 %). Landesweit waren es 2012 sogar nur 5,1 %. Ein Zeichen dafür, dass Bad Salzuflen besonders als Altersruhesitz und Gesundheitsstandort bei den älteren Bürgern punkten kann. Allerdings ist auch der Anteil der Bürger, die Bad Salzuflen im Alter von mindestens 65 Jahren den Rücken kehren, besonders hoch. Insgesamt ist sowohl bei den Zugezogenen als auch bei den Fortgezogenen der Anteil der 30- bis 50-Jährigen am höchsten, was sich darauf zurückführen lässt, dass in diesem Alter häufig berufsbedingte Wohnortwechsel und eine damit erforderliche Flexibilität der Arbeitnehmer erforderlich sind.

 

Kommen und Gehen in Bielefeld

212 – und damit die meisten – Ex-Bad Salzufler verließen 2012 die Stadt übrigens nach Bielefeld. Allerdings kamen auch 211 von dort zu uns. Den positivsten „Wanderungssaldo“ (so heißt das im Kommunalprofil-Fachjargon) weist die Statistik für unsere Nachbarstadt Lage auf: 207 Bürger sind von dort gekommen, 131 sind dorthin verzogen.

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