DVD-Check: Man lernt nie aus

Man lernt nie aus

© 2015 Warner Bros. Entertainment Inc

Zu schön, um wahr zu sein

Robert De Niro’s waiting: In der neuen Komödie der Herz-Schmerz-Spezialistin Nancy Meyers (u. a. Was das Herz begehrt) wartet De Niro als Witwer auf eine sinnvolle Beschäftigung im Alter. Wie gut, dass es die Generation Y gibt, die zwar digital ganz weit vorn ist, alte Tugenden aber erst wieder entdecken muss.

Ben Whittaker (De Niro) bewirbt sich als Senioren-Praktikant bei einem angesagten Fashion-Start-Up. Eher durch Zufall wird er der chaotischsten Kollegin des Unternehmens zugeteilt – der Chefin und Gründerin
Jules Ostin (Anne Hathaway). Es dauert nicht lang und der Gentleman der alten Schule wirkt wie ein ruhender und beruhigender Pol im hippen Hühnerhaufen des Internetunternehmens. Und trotz ihrer antrainierten Berührungsängste lernt auch Jules sehr schnell die Klug-, Weis- und Gelassenheit des reiferen Alters zu schätzen – und zu nutzen.

Altersdepression und Verbitterung haben in Man lernt nie aus nichts zu suchen. Die Hochglanzkomödie kennt nur Gewinner – die Win-Win-Situation ist zu schön, um wahr zu sein. Doch die Botschaft ist gut und die Schauspieler sind noch besser. pk

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