In der Innenstadt dominiert seit einigen Tagen ein neues Statussymbol. Statt protziger Boliden oder einem extravaganten Outfit, zählt längst etwas anderes: Der Anwohnerausweis. Er wird mittlerweile sogar so heiß gehandelt wie früher die schwedischen Fachzeitschriften, die sich mit der Freikörperkultur befassten. Und die es ausschließlich unter der Ladentheke gab. Mal schauen, welche Bedeutung das kleine Kärtchen mit dem aktuell so großen Wert ab Oktober noch haben wird.

Während übrigens in der Innenstadt und in Schötmar die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte tendenziell eher sinkt und manche Ecken sogar dauerhaft durch Leerstand auffallen, steigt die Zahl der öffentlichen Toiletten rasant an.

Nach der Anlage in Schötmar gibt es jetzt auch im Parkhaus Ostertor ein stilles Örtchen. Und irgendwann soll auch noch ein weiteres am Vitalzentrum hinzukommen. Ob dahinter ein neues Geschäftsmodell steckt und Bad Salzuflen neben Sole und Kneipp künftig verstärkt auf Blasenschwäche setzen will, ist bisher leider nicht bekannt.

Schöner wäre es jedenfalls, wenn die Flächen in den großen Ortsteilkernen wiederbelebt werden würden, damit künftig auch noch ein paar Leute da sind, die die schönen neuen Flüssigkeitsrückgabestationen auch tatsächlich benutzen …

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