Revolutionär – Die Glosse für den März

Während die Engländer aktuell mit einer sturen Beharrlichkeit auf den Brexit zusteuern – wie eine Horde Lemminge im Sturm auf die Klippen von Dover – geht das Leben in unserer schönen Stadt seinen gewohnten Gang. Ein Klima-Streik der Schülerinnen und Schüler? Bislang Fehlanzeige – und das liegt sicher nicht an der oberlehrerhaften Aufforderung von Christian Lindner, nur echte Profis ranzulassen …

Aber wie das in Lippe nunmal so ist: Selbst Revolutionen laufen hier gesitteter ab, schließlich wird zeitig gegessen und der Rasen muss auch erst noch gemäht werden. Der zurückhaltende Radikalismus hat ja auch sein Gutes: Es geht weniger kaputt.

Allerdings drängt sich die Frage auf, ob man nicht auch aus reinem Selbsterhaltungstrieb mal etwas wagen und unternehmen müsste. Praktischer Klimaschutz funktioniert ja auch moderater und in den eigenen vier Wänden – oder in der Stadt: Die Plastiktüten für den Hundehaufen sind möglicherweise recht schwer zu ersetzen, aber in vielen anderen Fällen geht es doch einfacher als man denkt. Ein Lippe-Mehrweg-Becher soll es als Alternative zu den Papp-To-Go-Gefäßen zumindest irgendwann einmal kommen und Bad-Salzuflen-Beutel gibt es sogar schon jetzt zuhauf. Viva la Revolución!

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