Blicke aus dem Bullauge einer Waschmaschine, Kandidaten mit Schwarz-Weiß-Blässe und duzende AmtsbewerberInnen mit Grünstich. Zumindest durch die visuelle Plakatgestaltung lassen sich in diesem Jahr die Parteien samt Personal deutlich voneinander unterscheiden. Manches wirkt überraschend frisch, während andere Umsetzungen zumindest Fragen aufwerfen. Inhaltlich bleibt sowieso alles im gewohnt Ungefähren. Schließlich kann einem die Verbindlichkeit ja gefährlich auf die Füße fallen. Falls man tatsächlich den Wählerinnen- und Wählerauftrag erhält und diesen auch noch erfüllen muss.

Leider werden die Parteien, deren Personal offiziell nicht auf das (formell) dritthöchste Amt im Lande schielt, noch weniger konkret. Zwar erfahren wir von ihnen, dass es nie mehr zu tun gab als heute. Doch auch diese Feststellung kann wohl jeder anders interpretieren. Für manchen ist es das Gegensteuern gegen den Klimawandel, für andere aber auch nur die Gartenarbeit vor dem anstehenden Winter. So oder so, der Slogan passt immer! Schließlich sind da auch noch jene, die sich ein „normales Deutschland“ zurückwünschen. Auch diesem Wunsch kann man sich natürlich nur anschließen. Was allerdings normal ist und was nicht, das entscheidet jeder glücklicherweise für sich selbst. Auch am 26. September 2021.

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