DVD-Check: Das Wunder von Wörgl

Was macht man als Bürgermeister, wenn der Kommune das Geld ausgeht? Ganz einfach: Man schafft es ab. Das wäre doch auch mal ein Versprechen für die kommende Kommunalwahl in Bad Salzuflen!

Österreich 1932: Im Tiroler Wörgl hat Bürgermeister Unterguggenberger die Faxen dicke. Seine Stadt zerbricht unter der Schuldenlast, mit der die Weltwirtschaftskrise auch den hintersten Winkel des Erdballs erfasst hat. Der Gemeinderat ist ratlos, Arbeitslosigkeit und Trostlosigkeit greifen um sich. Unterguggenberger fasst sich ein Herz und beschließt, das normale Geld nach und nach durch eine eigene Gemeindewährung zu ersetzen. Das Wunder, das recht bald auch die größten Skeptiker überzeugt, stellt das gesamte Gemeindeleben auf den Kopf: Die Arbeitslosenzahl sinkt drastisch, Wohlstand stellt sich ein und sogar der sonst so verkrachte Gemeinderat verträgt sich. Allerdings hat der Bürgermeister die Rechnung ohne den Dorfnazi und die Oesterreichische Nationalbank gemacht. Der eine denunziert und die andere bringt Unterguggenberger schließlich in Wien vor den Kadi. Das Erfolgsmodell ist nämlich beiden ein Dorn im Auge – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Das Wunder von Wörgl ist ein liebenswert kluges Drama über harte Währungen und ebenso harte Realitäten. Der Film lief bereits im Fernsehen, erscheint jetzt aber erst auf DVD, als Stream und Download. Sehenswert!   ta

DVD Cover Das Wunder von Wörgl
Das Wunder von Wörgl
Regie: Urs Egger
Mit Karl Markovics, Verena Altenberger, Aaron Freisz, Andreas Lust
88 Minuten
Drama
Polar Film

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