Stadtgeschichte(n): Schötmar macht sich fit für die 100

Begastraße in Schötmar um 1910
Die Begastraße um 1910 // Foto: Stadtarchiv

Im April wurde der 99. Jahrestag noch still und leise gefeiert, zum Hundertsten im nächsten Jahr darf es gern etwas lauter werden.

Am 1. April 1921 erhielt die Gemeinde Schötmar die ersehnten Stadtrechte. Zum Festakt der Stadtwerdung luden Magistrat und Stadtverordnetenversammlung die gesamte Bürgerschaft des Ortes in die Säle des Odeon (Schülerstraße) ein. Das besondere Datum lockte auch die Lokalpresse an. Der Redakteur des Lippischen Allgemeinen Anzeigers kündigte am 1. April an: „Aus Anlaß der Stadtwerdung Schötmars wird ein Prunkwagen der Schötmarschen Straßenbahn, der eigens für diesen Zweck angefertigt ist, zwischen Salzuflen und Schötmar verkehren.“

Kutsche in Schötmar
Straßenbahnwagen mit Pferdegespann // Foto: Stadtarchiv

Und weiter: „Der betreffende Straßenbahnwagen, ein Prunkwagen im wahrsten Sinne des Wortes, soll, wie uns versichert wird, ganz großartig geschmückt und mit vier feurigen Rappen bespannt sein. Auf dem Verdeck des Wagens nimmt unter einem Baldachin eine Musikkapelle Platz, darüber ragt das Schötmaraner Stadtwappen. Wegen der Höhe der Dekoration haben mehrere Leitungsdrähte, welche die Straße kreuzen, (…) entfernt werden müssen. Die Fahrt ist unentgeltlich. (…) Platzkarten werden von dem Straßenbahnführer im Ratskeller hier abgegeben.“

Postkarte Schötmar von 1967
Postkarte aus Schötmar (1967) // Foto: Stadtarchiv

Die Vorbereitungen auf die 100-Jahr-Feier im kommenden Jahr laufen auch schon: Zwei stadtbekannte Schötmaraner basteln bereits eifrig an historisch anmutenden Präsentationen, während beim Bürgerverein die Ideenschmiede angeworfen wurde. Was im nächsten Jahr jedoch möglich sein wird, wird die Zeit erst noch zeigen müssen.

Ein besonderes Geschenk zum Jubeljahr gab es schon vorab: Mit dem Masterplan Schötmar soll die Entwicklung des zweiten Zentrums zwar nicht unbedingt für die nächsten 100 Jahre, aber möglicherweise zumindest für ein Jahrzehnt vorangetrieben werden. Vielleicht bringt das bevorstehende Jubiläum ja den benötigten Schwung in die Sache. Zumindest das Büro für das Quartiersmanagement hat schon seinen Platz in Schötmar gefunden.

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