Streusalz – die Glosse Juni 2010

Schafft man es diesen Sommer, in einem Text ohne das böse trötende Wort mit „V“ auszukommen? Ich glaube nein. Also widmen wir uns dem andauernden Wespenschwarm bei den Fußballübertragungen, denn auch in Bad Salzuflen hat das Plastikmonster ja längst durchdringend Einzug gehalten, wie man hört.

Kulturexport hin oder her, immerhin ist dem Ausrichterland Südafrika eines gelungen: Das Ding ist in der ganzen Welt bekannt. Eigentlich ein Marketing-Gag erster Güte. Stellt sich für den kritischen westlippischen Beobachter die Frage: Wie könnte Bad Salzuflen davon profitieren? Oder was können wir erfinden, um uns weltweit bekannt zu machen? „Salz-Tröten“ scheiden selbstverständlich schon aus Gründen des Respekts vor dem mundgeblasenen Stück afrikanischer Kultur aus. Die Anforderungen sind einfach: Jeder muss es kennen, jeder muss es wollen und jeder muss es (theoretisch) handhaben können.

Detmolder Bier fällt aus Namensgründen ebenso wie Herforder aus. Eine Farbe nach unserer Stadt zu benennen, könnte auch schiefgehen. Bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten. Die beste Idee, die nach acht Bier in der Redaktion noch im Rennen war: Ein Salzstreuer, der beim Schütteln die Melodie von „Bad Salzuflen am Teutoburger Wald“ spielt und in der Farbe der Platten vor der Konzerthalle gehalten ist. Fazit: Vielleicht doch noch ausbaufähig.

P.S.: Geschafft – wirklich nicht einmal das Wort „Vuvuzela“ geschrieben… Oh, Mist!

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