Streusalz – die Glosse im Dezember 2010

Neues Jahr, neues Glück – an Silvester blickt man zurück und nimmt sich vor, dass das neue Jahr ein besseres werden soll. Geht meist schief, so wie die Sache mit dem Nicht-mehr-Rauchen. Deswegen wagen wir auch lieber einen kleinen Blick voraus, was 2011 uns so bringen wird.

Im Zuge der Sparmaßnahmen stellt die Stadt die Straßenunterhaltung ein und lobt dafür eine Prämie aus: Wer sich einen Geländewagen kauft, der den veränderten Straßenbedingungen mühelos trotzen kann, bekommt einen Pauschalzuschuss von 20 Euro. Die Ratsfraktionen loben das Modell als „bundesweit einmalig“ und betonen den doppelten Nutzen für die Stadt und die deutsche Autoindustrie.

In die Klinik am Kurpark zieht neues Leben ein – ab dem Frühjahr gibt es hier Schönheitsoperationen zum schlanken Preis. Doch der Sommer offenbart mit fettiger Grausamkeit: Die Salzufler nehmen das Angebot nicht an… Dafür werden Leggins ab Größe 48 wieder salonfähig. Der Einzelhandel freut sich und verkauft Kleidung jetzt nach Stoffmenge.

Im Spätherbst wird das Kurgastzentrum verkauft. Eine Investorengruppe will eine Winter-Erlebniswelt etablieren, mit dem größten kontinentalen, ganzjährigen Weihnachtsmarkt. Erst Ende April 2012 stellt man fest, dass entgegen anderer Erwartungen in Bad Salzuflen im Sommer wohl KEIN Neuschnee zu erwarten ist. Einzig das im Tiroler-Landhaus-Stil gebaute Erlebnis-Parkhaus wirft Gewinn ab. Neues Jahr, neues Glück…

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