Innenstadt bewegt: Fußgängerzone

Die Würfel sind gefallen, das Gesicht der neuen Fußgängerzone steht – zumindest erst mal auf dem Papier.
Bei der Sitzung des Preisgerichts, bestehend aus Salzuflern und auswärtigen Experten, gewann der Entwurf der Düsseldorfer Landschaftsarchitekten scape. Der Entwurf ist gekennzeichnet von frischem Grün in den Seitenstraßen. Er definiert auch den Platz am Schliepsteiner Tor komplett neu. Die Lange Straße wandelt sich zur „Brunnenpromenade“. Das Votum dafür ging denkbar knapp aus: Mit acht zu sieben Stimmen wurde der Sieger gekürt.

Das Thema Wasser soll nach den Vorstellungen von Architekten und Preisrichtern künftig durch die Fußgängerzone fließen: Vom Salzhof bis zum Schliepsteiner Tor sollen kleine Wasserspiele entstehen. Am Schliepsteiner Tor ist eine Anlage, ähnlich dem Wasserspiel auf dem Konzerthallenvorplatz, vorgesehen. Der historische Brunnen soll entfernt und die „Gelenkfunktion“ zwischen Fußgängerzone und Kurbereich deutlicher betont werden.

Die Einmündungen zu den Seitenstraßen (Dammstraße, Steege, Im Ort, Herforder Tor und Salinenstraße) werden im Entwurf durch einzelne Bäume „markiert“. Das Grün soll sich in den Straßen fortsetzen – hier sind „grüne Boulevards“ angedacht. Konkret sollen Steege, Am Herforder Tor, Im Ort, Damm- und Salinenstraße jeweils eine durchgehende Baumreihe erhalten. Die ganze Fußgängerzone bleibt barrierefrei; in den Boden eingelassene Bänder nehmen die Straßenführung auf und trennen so den Verkehrsweg in der Mitte von den Außenflächen für Gastronomie und Handel. Damit soll auch ein „aufgeräumterer“ Eindruck entstehen und der Wildwuchs an Aufstellern, Bestuhlung und Grabbelkisten eingedämmt werden.

Vorgesehen ist die Umsetzung in drei Bauabschnitten: Geht es nach Wunsch und Plan, wird zuerst die Lange Straße komplett abgearbeitet, dann könnte das Schliepsteiner Tor umgestaltet werden. Zu guter Letzt wären dann die Seitenstraßen dran. Verhalten optimistisch ist man nach wie vor, dass es 2013 an die Umsetzung gehen kann. Sollte der Landeshaushalt nach der Sommerpause beschlossen werden, sollen die Fördermittel umgehend fließen.

Die eingereichten Entwürfe der vier Büros sind noch bis zum 29. Juni in der Bürgerhalle des Rathauses ausgestellt und können täglich während der Öffnungszeiten begutachtet werden.

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