Stadtgeschichte(n): Als ein Salzufler Wahrzeichen (mehr) verschwand …

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Am 29. September 1995 ging die Abrissbirne zu Werke …

Er war ein leuchtendes Wahrzeichen: Der Uhrenturm von Hoffmann’s Stärkefabriken.

Am 29. September 1995 ging die Abrissbirne zu Werke und die beiden Katzen nebst Uhr verschwanden aus dem Stadtbild. Auf den Tag genau 145 Jahre nachdem die „Stärkefabrik bei Salzuflen” ihre Produktion 1850 aufgenommen hatte. Nach ersten Stilllegungen und Entlassungen 1972 und 1980 war die Aktienmehrheit des Unternehmens 1981 an Ciba-Geigy in der Schweiz, 1985 dann an Reckitt  & Coleman gegangen. 1990 wurde die Produktion in Bad Salzuflen endgültig eingestellt, zwei Jahre später wurde der Firmensitz nach Hamburg verlegt.

Schon vor dem Verkauf des gesamten Geländes entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um die Nutzung der riesigen Fläche zwischen den Zentren Salzuflen und Schötmar. Eine Stadthalle, ein Internationales Zentrum für Dienstleistung, Handel und Innovation, Grüngürtel – die Vorschläge und Ideen für das Hoffmann’s-Gelände waren zahlreich, bis sich schließlich nach langen Geburtswehen das heutige dritte Zentrum zwischen den beiden Kernen etablierte. Heute erinnert der große Ball mit der Hoffmann’s Katze noch an die lange gemeinsame Geschichte von Hoffmann’s Stärke und Bad Salzuflen. Alte Spuren des Industriegeländes kann man aber immer noch besichtigen, wie etwa im Stadtarchiv. Hier steht ein großes Modell, das der damalige Generaldirektor Otto ­Künne zu seinem 60. Geburtstag 1941 erhielt. Auch am 29. September …

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