Stadtgeschichte(n): Einmal Schötmar und zurück!

Stadtgeschichte Salzstreuner Ausgabe 43

Der Bahnhof in Schötmar, Teil 2

Schon wieder Schötmar, schon wieder der Bahnhof. Warum auch nicht?! Nach unserer High-Noon-Zeitreise in der Januar-Ausgabe nehmen wir erneut den Zug nach Schötmar.

Denn Horst Stehling, ehemaliger Bahnangestellter, hat seinen Arbeitsplatz in den 60er und 70er Jahren in vielfältiger Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven fotografisch festgehalten. Viele aufregende Aufnahmen und ungewöhnliche Einblicke sind dabei entstanden.

Aus den zahlreichen, bislang unveröffentlichten Bildern, lässt sich der alte Bahnhof – Spitzname „Ponderosa” – beinahe lückenlos rekonstruieren. Die Holzaufbauten des Hauptgebäudes, das angefügte Fahrdienstleiterstellwerk aus den 1950ern, der kleine Kiosk an der Bahnschranke und die Bahnhofsgaststätte; selbst die „Personenwaage mit Kartenausgabe” („Prüfe dein Gewicht!”) in der Bahnhofshalle wurde bildlich für die Nachwelt festgehalten.

Selbstverständlich wurde auch der Eisenbahnverkehr fotografiert. Schwere, schwarze Dampflokomotiven der Baureihe 44, die lange Güterzüge durch Schötmar zogen, und die Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke von Herford nach Detmold wurden per Kamera verewigt und dann zu einer bildlichen Zeitreise in die Jahre 1972 bis 1974 zusammengetragen. Mit zahlreichen Details, die garantiert viele Erinnerungen wachrufen werden – zum Beispiel an Ameropa-Plakate, Pez-Automaten und Bonanza-Fahrräder vor dem Bahnhofsgebäude.

Die Ansicht der Aufnahme von 1982 kommt einem hingegen schon fast wieder wie ein Bild von letzter Woche vor. Und doch liegen zwischen diesem Foto und der Gegenwart auch schon wieder mehr als 30 Jahre. Wer es nicht glaubt, kann ja mal darüber nachdenken, wann er (oder sie) zuletzt in der Bahnhofsbuchhandlung in Schötmar eine „tina” gekauft hat …

Kommentar verfassen