3 + 1 Fragen an Maxi Schuster

Maxi Schuster macht sich stark für den Bad Salzufler Einzelhandel.

Authentizität und Verbundenheit

Diese Frau engagiert sich – mit Erfolg. Obwohl die Heimat von Maxi Schuster einige Kilometer weiter nördlich – in Bünde – liegt, war und ist sie immer eine der Ersten, wenn es darum geht, den Einzelhandel in der Innenstadt nach vorn zu bringen. Fast schon logisch, dass sich Maxi Schuster dem neuen Verein Die Kaufleute Bad Salzuflen angeschlossen hat.

Hallo Frau Schuster, auch Sie sind Mitglied im neugegründeten Verbund Die Kaufleute Bad Salzuflen und vertreten die Brüderstraße. Was versprechen Sie sich von dieser Initiative?
Die Kaufleute Bad Salzuflen haben spontan eine gute Resonanz bekommen. Allen Angesprochenen fehlte der Gedankenaustausch untereinander, ganz wichtig in heutigen Zeiten. Denn gemeinsam können wir die Bedürfnisse des stationären Handels formulieren und besser in die politische Diskussion einbringen. Auf diese Weise können wir einen bedeutenden Beitrag für die abwechslungsreiche Handelsstruktur und damit für die Attraktivität der Innenstadt leisten.

Bad Salzuflen hat ähnliche Probleme wie viele andere Innenstädte. Vor allem das Internet als stärkster Wettbewerber macht dem klassischen Einzelhandel schwer zu schaffen. Glauben Sie, dass man jetzt und in Zukunft überhaupt noch eine Chance gegen Amazon, Zalando und Ebay hat? Und wenn ja, wie?
Eine konkurrenzfähige Einkaufserlebniswelt ist nur durch einen ansprechenden Branchenmix, gute Erreichbarkeit und eine entspannte Parkplatzsituation zu erzielen. Das Warenangebot der Innenstadt muss alle wesentlichen Bedürfnisse abdecken; qualifizierte Beratung im guten Fachgeschäft muss überzeugen; der regionale Bezug und die Ausstrahlung müssen, zusammen mit einem ausgeprägten Wohlfühlfaktor, Identität schaffen.

Sie selbst betreiben auch einen Onlineshop. Wird es Maxi Schusters Genießerwelt irgendwann nur noch online geben?
Das wäre gerade nicht mein Wunsch, aber Onlinepräsenz, Online-Shops und Social Media sind heute auch für den stationären Handel unerlässlich. Viele Kunden orientieren sich im Vorfeld im Internet und genießen dann das Einkaufserlebnis vor Ort. Das örtliche Geschäft gibt Authentizität, Identifikation und Verbundenheit. Die tägliche Kommunikation ist für den Kunden ein ganz wichtiger Faktor.

Die Brüderstraße hat gute und auch schlechte Zeiten erlebt. Wie es scheint, kommt nun wieder neuer Schwung in die Straße. Sie haben hier immer Ihren Standort behauptet. Wie haben Sie das geschafft?
Die Brüderstraße hat nach wie vor Schwächen. Die Wiedereröffnung des Kinos leistete einen wichtigen Beitrag. Als ein Tor zur Innenstadt muss die Brüderstraße, was die Geschäfte und die Gestaltung anbetrifft, noch deutlich weiterentwickelt werden. In meinem Geschäft arbeite ich mit großer Beharrlichkeit ständig an der Vielfalt meines Genießer-Sortiments, gehe gezielt auf Kundenwünsche ein und setze auf eine kompetente und zuvorkommende Beratung. Dies hat gerade für die Kunden, die das Besondere suchen, eine große Vertrauensbasis geschaffen.

Kommentar verfassen