Modern Talking

Vor genau 30 Jahren stand ein Schlager mit einfachsten englischen Vokabeln in vielen europäischen Ländern unangefochten auf Platz 1 der Charts.

Maßgeblich schuld daran war eine der 307 Folgen der Musiksendung Formel Eins. Denn am 21. Januar 1985 stellte der Bielefelder Ingolf Lück in seiner zweiten Sendung als Formel-Eins-Moderator ein Duo vor, das selbst in den schrillen 80ern nur als Persiflage gemeint sein konnte: Modern Talking. Seit drei Monaten lag die Single Your´re My Heart … wie Senkblei in den Plattenregalen. Als sich erste DJs für den seichten Klingelpop interessierten, kam auch das musikalische Pflichtprogramm der VoKuHiLa-Generation nicht mehr an dieser Nummer vorbei. Nach der Ausstrahlung schossen Modern Talking in die Top-Ten und im März eroberten sie sogar die Spitze der Charts, um dort sechs Wochen lang zu verweilen. Ein Phänomen, an dem nichts echt war: Thomas Anders heißt eigentlich Bernd Weigung, Dieter Bohlen nennt sich als Komponist Steve Benson und die Gitarre, die er im Billigvideo übereifrig anschlägt, ist im Song gar nicht zu hören. Eine Eintagsfliege blieben Modern Talking dennoch nicht – auch die fünf folgenden Singles wurden zur Nummer 1. ta

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