Stadtgeschichte(n): Kriegsende in Bad Salzuflen

Stadtgeschichte Bad Salzuflen

Foto: Stadtarchiv Bad Salzuflen – Fotosammlung

1945 in Schötmar und Bad Salzuflen

Am 4. und 5. April 1945 endete für Bad Salzuflen und Schötmar der Zweite Weltkrieg.

Nach schweren Kämpfen in Oerlinghausen rückten Einheiten der 9. US-Armee nach Schötmar vor. Über die Oerlinghauser Straße kommend, lieferten sie sich einen kurzen Schusswechsel mit einer versprengten SS-Einheit im Heerser Bruch. Schötmar selbst wurde durch den Bürgermeister und weitere Bürger der Stadt übergeben. Wie in Salzuflen hatte man sich angesichts der Übermacht der Amerikaner gegen eine Verteidigung der Stadt entschieden.
Wegen der vielen Lazarette waren die amerikanischen Truppen zunächst unsicher, ob in Bad Salzuflen nicht doch mit Widerstand zu rechnen sei. Erst einen Tag nach der Besetzung von Schötmar näherte sich das 33. Regiment der 84. Infanterie-Division von Herford aus der Badestadt. Über die Herforder Straße kommend, trafen die Truppen im Luisenhof (heute Sitz von Maritim Finanzbau) auf den Bürgermeister, der die Stadt formell übergab. Dort entstand auch eines der seltenen Bilddokumente jener Zeit, dass die amerikanischen Truppen am Herforder Tor zeigt, vermutlich in den frühen Nachmittagsstunden des 5. Aprils 1945.

Für die Menschen im heutigen Stadtgebiet hatte mit den beiden Tagen der von Hitler entfesselte Krieg ein Ende gefunden – fast fünf Wochen vor der offiziellen Kapitulation des Deutschen Reiches und des Endes des Krieges in Europa. In der Stadtchronik weist Franz Meyer zurecht darauf hin, dass die Übergabe der Stadt für die Menschen eine Befreiung war, obwohl sie auch von vielen jüngeren Menschen als Niederlage empfunden wurde.

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