DVD-Check: Bob, der Streuner

Katzenvideos gehen immer – warum dann nicht auch Katzenfilme?

In der Tat haben es die launischen Pelzträger (im Gegensatz zu den bellenden Lassies, Beethovens und Marleys dieser Welt) bislang meist nur als Statisten (Frühstück bei Tiffany, James Bond: Diamantenfieber, Der Pate) oder als gezeichnete bzw. computergenerierte Ausgabe (Felidae, Garfield, Aristocats) auf die Leinwand geschafft. Für tragende Rollen waren die flauschigen Vierbeiner bislang wohl zu unberechenbar.

Anders ist es bei Bob, dem Streuner. Das gutmütige, treue und vor allem kooperative Wesen, mit dem der echte Bob bereits den Ex-Junkie James Bowen aus einer bedrohlichen Lebenskrise verhalf, kam auch der Filmcrew von Bob, der Streuner zugute.

Da der rote Kater die Titelrolle selbst übernahm, und zudem mit Regisseur Roger Spottiswoode ein absoluter Profi, auch in Sachen Tierfilm (Scott & Huutsch, Midnight Sun) am Set war, konnte kaum etwas schiefgehen.

Und tatsächlich: Obwohl der Film die tiefe Freundschaft zwischen Bob und James etwas anders erzählt als der gleichnamige Bestseller, ist er durch und durch sehenswert. Und das selbst für Katzenhasser, von denen es seit Facebook und Bob, der Streuner wohl kaum noch welche geben dürfte.

Bob, der Streuner
Regie: Roger Spottiswoode (Under Fire, Rocket Man, The 6th Day, Die Kinder der Seidenstraße)
Darsteller: Luke Treadaway (Get Lucky, Unbroken), Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt (Downton Abbey)
Genre: Drama
Laufzeit: 99 Minuten

 

 

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