16.2.2018 // Akt mit Blume

Wer hat so eine Schwiegermutter verdient? Vielleicht hat die aber auch einfach nur Angst vor Einsamkeit…

Das zumindest mutmaßt Monika Weber, die die Schwiegermutter Boadicea Heptinstall bravourös verkörperte. Auf der Bühne gab sie jedoch alles, um ihren Schwiegersohn Albert Perkins (Mathias Weber) loszuwerden und ihre Tochter Muriel (Nina Josephs) wieder bei sich einziehen zu lassen. Der Nachbar Wilf Turner (Andreas Landau) und der beste Freund, Mr. Armitage (Heiko Welsche), wollen es nicht so weit kommen lassen, da das Ehepaar sich innig liebt. Indizien für einen Ehebruch gibt es aber genug, erst ein parfümierter Brief und dann die bezaubernde Künstlerin Virginia (Sabine Weber), deren Absichten zunächst niemand kennt. Neben dem privaten Drama versucht der Finanzbeamte Albert noch seinem aufwendigem Ehrenamt, dem Glockenläuten, gerecht zu werden. Der Pastor, Reverend Elijah Nookey (Gerhard Weber) hingegen entpuppt sich als Kunstliebhaber. Nur so viel sei verraten: Die Glocken der Dorfkirche läuten an diesem Tage ziemlich schrill. Das Stück gefiel den Zuschauern, die neue Beleuchtungsanlage mit LED-Technik war zuverlässig und die vom Ensemble gefürchtete „schwarze Komödie“ blieb aus. Für die nächste Saison fehlt der Retzer Bühne nur noch ein „junger Mann zum Mitreisen“, damit wieder Stücke mit jungen Liebespaaren gespielt werden können, scherzte Regisseurin Susanne Habenicht.

Der Akt mit Blume der Retzer Bühne, Komödie von Norman Robbins, wird gespielt im Gasthaus Rickmeyer; jedes Wochenende bis zum 18.03.2018, freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr. Im Kur- und Stadttheater ist das neue Stück am ersten Maiwochenende zu sehen; Freitag und Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 16 Uhr. Vorverkaufsstellen für die Aufführungen in Retzen sind das Gasthaus Rickmeyer, das Frisörteam Birgit Moritz, Brockschmidt Augenoptik und die Sparkassen in Schötmar, Sylbach und Knetterheide. Die Karten für die Aufführungen im Kur- und Stadttheater Bad Salzuflen gibt es an der Theaterkasse im Kurgastzentrum oder bei der Bürgerberatung im Rathaus.

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