Im Tollhaus – Die Glosse für den Juni

Wenn nicht zwischendurch die Sonne schiene und man im Biergarten über die deutschen WM-Chancen diskutieren könnte, müsste einem um die Welt ja Angst und Bange werden. Bei Vogelschiss und Handelskrieg, Brexit und Dieselverbot kommt man sich inzwischen vor wie im Tollhaus.

Dabei wird leider auch vieles nur halbherzig getan: Wenn schon Handelskrieg, dann aber auch richtig. Als selbstbewusste Lipper sollten wir ab sofort auf den Export von Pickert über den Atlantik verzichten. Und falls denen das nicht auffällt, verlangen wir einfach rückwirkend Lizenzgebühren für den Nachbau unseres Hermannsdenkmals in New Ulm (Minnesota). Das steht da seit 1897 – da kommt ja schon ein hübsches Sümmchen zusammen.

Wie gut, dass unsere einheimischen Probleme gerade noch so überschaubar sind wie die Müllberge an der Lohheide oder die bevorstehenden Leerstände in der Innenstadt. Oder die steigende Zahl von „Problem-Häusern“. Oder die Frage, wie teuer die Umbauten in Aspe denn nun wirklich werden.

Vielleicht tun sich aber auch in diesen wilden Zeiten völlig neue Chancen für Bad Salzuflen auf. Zumindest das InTi könnte mit einem neuem Programm gegen Augen-Tinnitus von der aktuellen Situation profitieren: Man sieht ja überall nur noch Pfeifen …

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