Buch-Tipp: Oma Martha & Ich

Ein Fahrrad namens Neckermann, Onkel Justavs Pferd Hamburch und das Klappbutter: Marco Göllner zeigt in seinem Buch Oma Martha & ich, wie die Welt vor 42 Jahren aussah – zumindest zwischen Mühlenbrink und Zubringer.

Auf rund 200 extrem unterhaltsamen Seiten erinnert sich Göllner an die Zeit, die er als Fünfjähriger in Salzuflens Ortsteil Aspe erlebte. Alles hatte damals – Mitte der Siebziger – seine Ordnung und jeder seinen Platz. Das heile Weltbild des kleinen Marco wurde von seiner Familie zusammengehalten – vor allem aber von Oma Martha (korrekt ausgesprochen: Omma Machta). Da die Mutter des Fünfjährigen noch den Beruf der Friseuse lernte und der Vater seinen Dienst beim Bund leistete („Sie hatten früh rumgemacht, wie es in unserer Familie üblich war.”), kümmerte sich die Familienälteste um Marco und seinen jüngeren Bruder.

Mit spröder Herzlichkeit, einer klaren Vorstellung von den Dingen, die tatsächlich wichtig sind, und dem kompletten Baukasten der typisch-lippischen Mundart, zeigte Oma Martha (die eigentlich Marcos Urgroßmutter war) dem Jungen, worauf es im Leben ankam. Aus rund fünfzig Episoden bastelt Marco Göllner eine urkomische und lesenswerte Liebeserklärung an seine Oma Martha, an seine Familie und an das Bad Salzufler Ortsteilleben – und das alles, ohne sich zu vertöddern. Oma Martha, die vor 16 Jahren starb, wäre stolz gewesen.  ta

Buchcover Oma Martha & Ich von Marco GöllnerOma Martha & ich
Marco Göllner
Rowohlt Taschenbuch Verlag
208 Seiten
12,00 €

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