Streusalz – Die Glosse im Juni 2011

Nun also doch: Die Mehrkosten fürs Salzsiederfest soll die Stadt tragen – zumindest teilweise. Richtig zufrieden ist damit keiner. Dem einen ist das zu wenig, dem anderen zu viel. Einzige Erkenntnis: Nicht nur Länder wie Griechenland, auch Städte können ganz gut Geld im Alleingang vernichten. Erst die totale Sicherheit fordern und dann hinterher kleinlaut „intern verrechnen“ – das lässt kaum Platz für Sieger. Kleiner Trost für die Werbegemeinschaft: Die Fluchtwegschilder aus Plastik halten ja noch einige Jährchen. Kleiner Trost für die Stadt: Beim nächsten Mal braucht man nicht noch mal so einen Zinnober machen, um sich gegen alle Eventualitäten abzusichern und die Verantwortung möglichst weit weg zu schieben. Wobei böse Zungen in der Stadt behaupten, wenn man den „Top-Act“ vorher gekannt hätte, hätte man das ganze Sicherheitskonzept nicht gebraucht…

Geldverbrennen, Teil 2: Verunsicherte Bürger berichten, die Beleuchtung im Schlosspark in Schötmar sei etwa eine Woche lang, gegen alle Versprechen, die gebeutelte Stadtkasse schonen zu wollen, tagsüber nicht abgeschaltet worden. Sinn und Zweck der Aktion konnte leider bisher nicht recherchiert werden. Theorien über die Kontaktaufnahme zu extraterrestrischen Lebensformen wechseln sich ab mit Spekulationen über biochemische Experimente zum verbesserten Wachstum der heimischen Flora, auch optoelektronische Systeme zur Ortung widerrechtlich hinterlassener Tierexkremente oder Testreihen zur Auslastung der bundesweiten Stromversorgung unter Berücksichtigung des Atom-Moratoriums wurden vermutet. Aber gut, regen wir uns nicht auf – der Forschung wollen wir schließlich nicht im Wege stehen…

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LIEBE REDAKTION,

erfrischend neben der „Läppischen“ (pardon) LZ, zeigt Bewegung in Rollator-City !

Vielleicht solltet Ihr aber wichtige Passagen doch in halbfett drucken, so wie die B…, die keiner liest aber Millionen kaufen.
Denke, dass auch im Rathaus der Text gelesen wird.

SICHERHEITSDIENST
Wieder mal auf die neuen Verordnungen berufen, nur in Duisburg gab es einen Tunnel !
Hier war überall freier Auslauf und jeder hätte bei Feuer auch Platz in der Salze gehabt.

TOP ACT
Herr Welslau (und seine Werbeagentur ?) wird einfach überbewertet … haben seine Mitstreiter keine eigenen Ideen oder dürfen sie nichts einwenden ?
Und warum machen andere nicht mehr mit in der Werbegemeinschaft ?

BELEUCHTUNG
Komme oft später abends von der Autobahn, viel zu viele Ampel etc. an und Verkehrsschilder auf dem bisschen Pseudo-Schnellstraße, da klappt 70 selten.
Möchte mal mit Dr. Honsdorf durch BS fahren um ihm zu zeigen, wo der Verkehr nicht klappt, nicht klappen kann … alleine, wenn man vom Rathaus nach Wüsten oder Retzen abbiegen möchte in der Rushzeit – viel zu breiter Fußgänger- und Radfahrer-Bereich, der teuer war, aber unnötig ist, statt zu entlasten.

Euer Peter-Uwe Sperber & Team

Damit keiner auf die blöde Idee kommt > Spinner.
Organisiere seit über 25 Jahren die BücherBörse Ostwestfalen in Bad Salzuflen 2x im Jahr (früher im Maritim und Kurhaus, jetzt im Arcadia / Schwaghof) mit über 50 Vertretern von Hunderten von Buch- und Nonbook-Produzenten. Und viele Buchhändler aus OWL bis nach Unna nehmen daran teil.
Und die BücherBörsenBühnenAbende u.a. mit Beikircher, Schmickler, Pachl etc. oder auch Gesine Heinrich aus Bad Salzuflen sind sehr begehrt. Die LZ nimmt das hin und wieder zur Kenntnis, das Kulturamt überhaupt nicht.

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