Frauenpower in der Stadt

Hat es den Männern die Stimmen verschlagen? Gleich mehrere Damen erobern im April die Bühnen der Stadt – meist musikalisch und immer mit voller Kraft voraus.

Den Anfang macht Katja Ebstein am 16. März: „Na und … wir leben noch“ heißt ihr Programm, das sie im Kur- und Stadttheater mit Pianist und kabarettistisch-literarischem Entertainment präsentieren wird. Weniger ihre Schlager aus den 70er- und 80er-Jahren dürften zu erwarten sein, sondern Lieder und Texte u. a. von Hans Dieter Hüsch, Stephan Sulke, Robert Long, Hermann van Veen, Bertolt Brecht, Georg Kreisler und Konstantin Wecker. Katja Ebstein einmal anders, als man sie vielleicht erwartet – das könnte durchaus sehr spannend werden.

Ebenso wie der Auftritt von Inga Rumpf am folgenden Tag im Bahnhof. Die gebürtige Hamburgerin hat über Folk und Rock schließlich zur Soulund Bluesmusik gefunden. Den Weg dorthin hat sie mit Musikern wie Udo Lindenberg und Alex Conti bestritten. Eine ihrer Bands, Frumpy, zählt noch heute zu den erfolgreichsten Krautrock-Formationen. Der Name ihres aktuellen Programms „Easy In My Soul“ lässt bereits erahnen, wohin die musikalische Reise vom Bahnhof aus gehen wird. Einsteigen lohnt sich sicher…

Noch einmal zurück zum 16. März: Zum wohlig-warmen Wohnzimmerkonzert mit Liz Clark und Tessa Perry lädt das Café del Sol in Schötmars Begastraße ein. Beide Künstlerinnen, die sich als irisch-amerikanisches Doppelpack „Lonely And The Moose“ nennen, haben sich längst ihre Sporen und Anerkennung im Musikgeschäft verdient. Liz Clark als charismatische Rockpoetin mit vier Soloalben und einer Menge Airplay auf amerikanischen Radio- und TV-Sendern; Tessa Perry als erfolgreiche Singer-/Songwriterin im Stil von Suzanne Vega.

Abschließend etwas ohne, dafür aber für die Damen – oder doch nicht? Das Landestheater Detmold zeigt am 23.03. im Kur- und Stadttheater „Ladies Night“. Einigen desillusionierten Männer kommt eine verwegene Idee: Was die Chippendales machen, kann ja nicht so schwer sein. Ein bisschen mit dem Hintern wackeln und schon gibt es Kohle – die Frauen liegen einem zu Füßen. Das Problem ist nur, durchtrainiert ist keiner der potentiellen Profi-Stripper. Da helfen keine markigen Sprüche mehr, sondern nur mühsame Proben. Auf eigene Faust eignen sich die Mannen die tänzerischen Grundlagen an, doch je näher der große Auftritt rückt, desto mehr wächst bei der einstigen Verlierertruppe auch die Nervosität: Ob Frauen das sehen wollen? Als Komödie, bei denen auch die Männer ihre helle Freude haben werden, bestimmt. Gute Unterhaltung!

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