14.03.2013 // Vergleich bei Schoeller Allibert – Teil-Erfolg für Mitarbeiter

Nach einem Vergleich gestern vor dem Arbeitsgericht Detmold scheinen sich die Fronten bei Schoeller Allibert (ehemals Stucki) etwas zu entspannen. Während die Geschäftsführung auf den Abtransport von Maschinen nach Schwerin verzichtet, sind fünf Mann der Belegschaft an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Der Rest der Belegschaft – knapp 90 Prozent – ist derzeit krankgeschrieben. Zeitnah soll nun Holger Schrade aus Hamm als Schlichter Gespräche über Abfindungen und einen Sozialplan begleiten.

Seit dem 26. Februar hatten die 158 Beschäftigten des Lockhauser Betriebes mit einem Streik und einer Mahnwache auf den Versuch, Maschinen aus dem Werk zu verlagern, reagiert. Vorausgegangen war die Ankündigung von Schoeller Allibert, das Werk in Lockhausen zu schließen – verbunden mit dem Angebot, am Standort Schwerin weiter arbeiten zu können.

Mit viel Elan trotzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wind und Wetter, hielten Tag und Nacht ihre Mahnwache durch und machten mit einer Demo vor Weihnachten und einem Solidaritätsfest auf die Situation in Lockhausen aufmerksam. Der Vergleich vor dem Detmolder Arbeitsgericht ist also ein Teil-Erfolg für die Streikenden – auch wenn man jederzeit bereit ist, wieder zu Streik und Mahnwache zurückzukehren, sollte der Vergleich unterlaufen oder gebrochen werden.

Auch viele Salzufler hatten sich mit den Streikenden solidarisch gezeigt, hatten an der Lichterkette teilgenommen, Brennholz für kalte Nächte vorbei gebracht oder zeigten mit lautem Hupen an, dass sie die Streikenden unterstützen. „Wir freuen uns über die vielfältige Unterstützung und Solidarität, die zeigt, dass den Salzuflern nicht egal ist, was hier am Standort Lockhausen passiert“, fasste einer der Mitarbeiter seine und die Gefühle seiner Kollegen zusammen.

Unter Leitung des stellvertretenden Präsidenten des Landesarbeitsgerichtes Hamm, Holger Schrade, sollen nun Gespräche zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern über die weitere Entwicklung geführt werden. Der erste Termin wird voraussichtlich nicht mehr vor Ostern stattfinden.

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