Streusalz – die Glosse für den April

Das Internet wurde im Wesentlichen für zwei Dinge erfunden: Für lustige Katzenvideos und für gruselige Verschwörungstheorien.

Alles, was der intellektuelle Bodensatz der Aluminiumhutträger-Fraktion hergibt, ergießt sich über die nichtsahnenden Konsumenten, Surfer und User. Schade für die Gruppierungen und Medien, die wirklich etwas zu sagen haben, echte Missstände aufdecken und seriös davon berichten.

Da der Salzstreuner mit seinem zarten Alter von fünf Jahren nun auch in der Reihe der ehrenwerten Systempresse angekommen sein dürfte, verwundert es, dass er noch nicht Ziel einer Verschwörungstheorie war.

Getreu dem Motto „Alles muss man selber machen”, hier also die ultimative Verschwörungstheorie zum Salzstreuner: Er hat acht Seiten – die Zahl Acht ist die Zahl des Gleichgewichts im Kosmos. Der Ziegenbock (Maskottchen des Streuners) steht im Alten Testament für Macht und Stärke. Diese biblische Verbindung lässt schon vermuten, dass hier mindestens die Illuminaten ihre Finger im Spiel haben. Die Farbe Grün wurde schon immer mit dem Islam verbunden, so dass es naheliegt, dass hier die CIA eine falsche Spur legen will. Die zahlreichen Links im Heft führen natürlich direkt auf eine Unterseite der NSA, schließlich hat das Redaktionssystem auf salzstreuner.de eine sogenannte Backdoor. Und der endgültige Beweis: Der redaktionelle Kern des Streuners wird von drei Leuten gestellt – und drei Großmeister der Freimaurer waren es, die Salomons Tempel erbauten.

Glaubt ihr das alles nicht? Wir auch nicht, aber nach einer halben Stunde googlen waren wir uns selber nicht mehr so ganz sicher …

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