DVD-Check: Mother’s Day

Wenn schon daneben, dann mit Schmackes! Die letzte Komödie des 2016 verstorbenen Pretty-Woman-Regisseurs Garry Marshall scheitert mit allem, was dazu gehört.

Mehr geht nicht: Die Besetzung der romantischen Feiertagskomödie bietet nahezu alles auf, was das Kitsch- und Comedy-Kino heute liefern kann. Julia Roberts, Jennifer Aniston, Kate Hudson und Timothy Olyphant sind allein schon die halbe Miete für einen erfolgreichen Film. Hinzu kommt eine Geschichte mit niedlichen Kids und schrulligen Großeltern, mit dreieinhalb gelungenen Pointen und mindestens vier aufeinanderfolgenden Happy Ends. Was will man also mehr? Die Antwort lautet: Weniger! Denn  weniger von allem hätte dieser cineastischen Nummernrevue gut getan. Weniger vom belanglosen, pseudo-liberalen Pathos, weniger Spießerhumor und deutlich weniger Spielminuten hätten den Muttertag vielleicht sogar noch retten können. Doch so ist er heißer Anwärter für gleich vier Goldene Himbeeren 2017, mit denen jedes Jahr die schlechtesten Filme ausgezeichnet werden; alle oben genannten Damen stehen auf der Vorschlagsliste. Allein deshalb lohnt sich schon fast wieder das Anschauen dieses grandiosen Debakels.

Mother's Day DVDMother’s Day
Regie: Garry Marshall
Komödie
119 Minuten

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