44 Tage Cover

44 Tage – Und Deutschland wird nie mehr sein, wie es war
Autor: Stephan R. Meier
464 Seiten
16,00 €
Thriller
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Deutscher Herbst, die bleierne Zeit, das Land im Ausnahmezustand.

Am 5. September 1977 wurde der Wirtschaftsfunktionär Hanns Martin Schleyer in Köln von der Roten Armee Fraktion entführt. Obschon die Entführung nicht die erste Tat der terroristischen Vereinigung war, so setzte sie doch in mancher Hinsicht neue Maßstäbe. Nie zuvor war die RAF so kaltblütig und brutal vorgegangen. Vier Menschen, die den Arbeitgeberpräsidenten schützen sollten, wurden auf offener Straße ermordet. Wochenlang wurde Schleyer in einem geheimen Versteck als Geisel gehalten. Schließlich wurde sogar von Komplizen die mit rund einhundert Menschen besetzte Lufthansa-Maschine Landshut auf ihrem Flug von Mallorca nach Frankfurt gekapert.
Das Ziel der Terroristen bestand darin, die Elite der RAF aus dem Gefängnis in Stuttgart-Stammheim freizupressen, was schließlich nicht gelang. Jedoch erreichten sie etwas anderes: Sie versetzten die ganze Nation in einen Ausnahmezustand. Die Bevölkerung geriet in Angst und Schrecken und die Politik ließ sich an den Rand der Rechtsstaatlichkeit treiben.

Stephan R. Meier rekapituliert in seinem beeindruckenden Thriller 44 Tage die fieberhafte Suche nach der Geisel Hanns Martin Schleyer. Detailliert und dramatisch beschreibt der Autor, wie Justiz und Politik hinter den Kulissen Entscheidungen verhandelten und sogar Grenzüberschreitungen beschlossen. Wie soll sich der Staat im Rahmen seiner Verfassung verhalten, wenn der Druck im Land ins Unermessliche steigt? Der Vater des Autors war Richard Meier, der 1977 als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz tätig war. Sein Sohn verarbeitete seine Erfahrungen aus den dunkelsten Tagen des Deutschen Herbstes zu einer ungemein spannenden Chronik.

ta

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