DVD-Check: Tschick

Ein handfestes Roadmovie fast ausschließlich mit 14-Jährigen – wie soll das gehen? Regisseur Fatih Akin macht es vor und liefert mit Tschick zudem noch ein hervorragendes Best-Practice-Beispiel dafür, dass Verfilmungen großartiger Bücher  nicht immer nach hinten losgehen müssen.

Andrej Tschick Tschichatschow ist Russlanddeutscher, neu in der Schule und wie sein unfreiwilliger Tischnachbar Maik ein echter Außenseiter in der Klasse. Als die Sommerferien in Berlin anbrechen und die Klassenschönste, Tatjana, eine Party veranstaltet, zu der nur Maik und Tschick nicht eingeladen sind, finden die beiden Outsider zueinander. Zunächst überredet Tschick den hoffnungslos und heimlich in Tatjana verliebten Maik, die Party dennoch zu besuchen. Danach beschließen die beiden, mit einem geklauten Lada einen Road-trip in die Walachei zu unternehmen. Da Maiks verkrachte Eltern ohnehin mit sich selbst beschäftigt sind, lässt sich der 14-Jährige vermeintliche Loser auf die Reise ein. Das Abenteuer kann beginnen. Die Verfilmung des Jugendromans von Wolfgang Herrndorf ist in jeder seiner 89 Minuten ein großartiges Vergnügen – und zwar für Filmfreunde jeden Alters.

Tschick
Regie: Fatih Akin
Drama / Komödie
89 Minuten

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