DVD-Check: Parasite

Das hat‘s ja noch nie gegeben! Feingeist und Film-Connaisseur Donald Trump ist tief getroffen: Ausgerechnet ein Streifen aus Südkorea erhielt in diesem Jahr die Oscars für die Beste Regie und den Besten Film.

Und das auch noch zurecht. Denn das, was Regisseur und Drehbuchautor Bong Joon Ho mit Parasite erzählt, ist an Skurrilität, Irrsinn, Humor und Schärfe kaum zu überbieten. Die namensgebenden Hauptfiguren des Films sind die Mitglieder der Familie Kim. Durch eine günstige Gelegenheit erhalten die armen (und nicht überaus ambitionierten) Kims den Zugang zur sorglosen Wohlstandswelt der reichen Familie Park. Den ersten Schritt macht der Sohn und verhinderte Student Ki-woo, schon bald folgen ihm Schwester, Vater und schließlich Mutter Kim.

Wie Parasiten unterwandert die Familie ihre Wirtsfamilie – ohne dass die es merkt. Störende, bereits etablierte Personen werden mit List und Tücke von den Kims aus dem Weg geräumt. Erstaunlich schnell scheint die schnorrende Familie am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Allen Beteiligten– sogar den Parks – geht es ja schließlich gut. Doch da täuschen sich die Kims gewaltig, denn der Reichtum der Familie Park hat nicht nur sie auf zweifelhafte Ideen gebracht. Und dann ist da noch etwas: Die Reichen können die Armen nicht riechen … Diese und viele andere Anspielungen auf das, was Arm von Reich trennt, bringt Parasite auf den Punkt.

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DVD Cover ParasiteParasite
Regie: Bong Joon Ho
132 Minuten
Satire / Komödie
Koch Films

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