Helds Rote Karte

Helds Rote Karte

Von Uwe Voehl. Illustriert von Ulrich Tasche.

Wir befinden uns im Jahr 2018 n. Chr. Überall auf der Welt passieren Dinge, die einen in Sorge versetzen. Überall auf der Welt?

Nein! Ein von unbeugsamen Funktionären. Legionären, Millionären und anderen Verrückten bevölkertes Königreich hört nicht auf, Widerstand gegen den gesunden Menschenverstand zu leisten: Regiert wird es von König Fußball und einer Organisation mit mafiaähnlicher Struktur namens Fifa, dessen in Skandalen verstrickter Chef ausgerechnet Infantino heißt.
In diesem wundersamen Land ist alles möglich: Du kannst bestechen, betrügen, lügen, foulen, Bengalos anzünden und vieles mehr, ohne so recht dafür bestraft zu werden. Und du kriegst Unsummen für Werbung rübergeschoben, obwohl du dafür völlig unbegabt bist (Jogi Löw).

Fußballland ist eine Insel der Glückseligkeit, das wusste schon Berti Vogts seinerzeit aus Argentinien zu berichten („Ich habe keinen politischen Gefangenen gesehen“). Genauso wie „Kaiser“ Beckenbauer uns Ungläubige nach seinem Besuch in Katar beruhigen konnte: „Also, ich hab noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Die laufen alle frei rum.“ Frei herum laufen übrigens auch noch die Herren Gündogan und Özil: Während zehntausend türkische Landsmänner im Knast sitzen, unterbrechen sie ihren Urlaub, um ein Erinnerungsfoto mit dem türkischen Sultan schießen zu lassen. Ist ja auch in unserem Sinne: Schließlich sollen die beiden ja auch für Deutschland noch auflaufen.

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