Alle ins Netz! – Die Glosse für den Januar

Nicht nur beim Neujahrsempfang der Schötmaraner Schützen merkte man es: Der Wahlkampf steht nicht vor der Tür, er ist schon reingeplatzt. Und das sowohl in den realen als auch in den virtuellen Räumen, in denen sich ohnehin immer mehr Menschen aufhalten. Mittendrin, statt nur dabei: Die (a)sozialen Medien.

Dass der Mensch ein Herdentier ist, zeigt auch sein unbekümmertes Verhalten in Bits und Bytes. Blöd nur, dass Rattenfänger gleich ganze Herden hinter sich versammeln. Wie einfach das ist, kann man immer wieder neu erleben: Da wird gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk protestiert, aber parallel die vom Kreml finanzierte Auslandspropaganda geteilt. Logik? Nein. Aber das, was in Facebook steht und auch getwittert wird, kann ja nicht ganz falsch sein.

Wie gut, dass es nicht nur die Verkünder der unzensierten Wahrheit gibt, sondern auch Menschen, die sich völlig selbstlos für alle engagieren – und zu dubiosen Aktionen aufrufen. Ein Thema, das uns alle berührt? Sprüche, die gut ankommen? Selbstloser Einsatz? Aufruf zum Mitmachen? Hatten wir das nicht schon mal? Manchem Salzufler dürfte das doch sehr bekannt vorkommen. Auch hier im Dorf gab es schon einmal undurchsichtige Wohltäter. Am Ende halfen sie aber nicht den Kindern in Not, sondern beschäftigten den Staatsanwalt.

Lieber zweimal hinschauen, statt einmal zu klicken.

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