Er war gerade frisch geschieden, fühlte sich frei wie ein Teenager und war voller Tatendrang – beste Voraussetzungen dafür, einen Klassiker zu schreiben.

Für die Songs seines Grammy-nominierten Albums „An Innocent Man” griff Billy Joel auf musikalische Stilrichtungen zurück, die seine Teenagerzeit geprägt hatten. In nur sechs Wochen hatte er die Lieder auf Papier. Was den Pianisten und Sänger aus New Jersey dann am meisten wunderte: Er landete Hit auf Hit mit dem „total altmodischen Zeugs”, wie er selbst fand. Nicht nur er hatte einen Riesenspaß mit „Uptown Girl”, einer Hommage an Frankie Valli & The Four Seasons, dem Doo-Wop-angelehnten „The Longest Time” oder dem Motown-Soundalike „Tell Her About It”. Und auch der Titelsong „An Innocent Man” – eine musikalische Verbeugung vor Ben E. King und den Drifters – war ein Top-10-Hit in den USA. Allein zwischen Los Angeles und New York verkaufte sich die LP rund sieben Millionen Mal. Den Grammy für das beste Rock/Pop-Album des Jahres hat ihm damals übrigens ein gewisser Michael Jackson weggeschnappt – hinter „Thriller” blieb Billy Joel nur Platz 2.

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