Auf Wiederhören: Nena // Nena

„Ist das schon 30 Jahre her?“, werden sich viele fragen. 1983 erschien das erste Album der Band Nena mit der gleichnamigen Sängerin. Das einstige Fräuleinwunder ist mittlerweile dreifache Oma, aber noch immer fett im Geschäft.
Goldschmiedin Gabriele Susanne Kerner aus Hagen, die mit The Stripes erste Achtungserfolge erzielt hatte, traf 1983 mit ihrer Band genau den Nerv der Zeit und hob mit ihrem Auftritt im TV-Musikladen („Nur geträumt“) die Neue Deutsche Welle endgültig aus dem Untergrund. Selbst nach drei Jahrzehnten ist der Sound noch massenkompatibel – knallige Drums, eine wohldosierte Crunch-Gitarre, poppige Synthies und eingängige Mitsingmelodien bildeten die Basis des Erfolges. Aber auch die Tatsache, dass mindestens zwei Drittel aller deutschen Männer in die Sängerin verliebt waren, war ein Grund für eine ungeahnte Popularitätswelle. Das von Manne Praeker und Reinhold Heil (Spliff) produzierte Album (mit „Nur geträumt“, „Leuchtturm“ und „Vollmond“) war neun Wochen lang auf Platz 1 der LP-Verkaufshitparade und Spitzenreiter bei den deutschen Jahrescharts. Und mit „99 Luftballons“ stand Nena sogar auf Platz 2 der US-Billboard-Charts. Nur an Van Halen („Jump”) kam sie nicht vorbei.

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