Auf Wiederhören: Jenseits von Eden // Nino de Angelo

Am 19. Januar 1984 grüßt der Schlagersänger Domenico Gerhard Gorgoglione mit T-Shirt in der Hose vom Titelbild der BRAVO.

Ein Phänomen, sind doch Schlagerfuzzis Mitte der Achtziger bei Jugendlichen alles andere als angesagt. Wer wissen will, „wie er ist, wen er liebt, wie er lebt“, muss DM 1,70 für die Ausgabe 4/1984 hinlegen, bekommt dafür aber auch noch ein 3D-Poster von Toni Schumacher dazu. Der Begründer für die Beliebtheit von Domenico Gerhard, der längst Nino de Angelo heißt, ist ein musikalischer Querkopf ganz besonderer Güte: Drafi Deutscher. Bereits 1983 hatte er Nino mit „Ich sterbe nicht nochmal“ einen Achtungserfolg auf den durchtrainierten Leib geschrieben. Mit „Jenseits von Eden“ (die englische Version katapultiert Drafi Deutscher unter dem Pseudonym Masquerade selbst zurück in die Charts) blockiert Nino de Angelo vom 30.12.1983 bis zum 13.02.1984 Platz 1 der deutschen Hitliste. Rund drei Monate später schafft es Mike Krügers aufgewärmte Version „Jenseits vom Tresen“ immerhin noch auf Platz 61. Für Nino gibt es erst 1989 wieder größere Erfolge. Dieter Bohlen produziert für ihn „Samuraj“ und „Flieger“; mit Letzterem darf er beim Eurovision Song Contest mitmachen, landet aber nur auf Platz 14.

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