DVD-Check: Willkommen bei den Hartmanns

Ein ernstes Thema in Zuckerwatte gepackt. Senta Bergers Sohn, Simon Verhoeven, inszenierte das aktuelle Flüchtlingsthema als symphatische Familienkomödie in Til-Schweiger-Optik. Dagegen kann niemand etwas haben.

Angelika Hartmann (Senta Berger) ist eine pensionierte Lehrerin, der es an nichts fehlt. Gemeinsam mit ihrem Mann, einem nicht altern wollenden Chefarzt (Heiner Lauterbach), ihren beiden erwachsenen Kindern und ihrem zwölfjährigen Enkel genießt die herzensgute Seniorin ihr gutbürgerliches Wohlstandsleben.

Als Angelika jedoch  eines Tages einige Altkleider zur nahegelegenen Flüchtlingsunterkunft bringt, kommt sie mit  einer unbequemen Idee zurück nach Hause: Sie möchte einen Flüchtling in der Familie aufnehmen. Schnell  schlagen die Wellen bei den männlichen Familienmitgliedern hoch, doch mit der Unterstützung ihrer Tocher  Sophie (Palina Rojinski aus Männerherzen) gelingt es Angelika, sich durchzusetzen. Das Feuerwerk der  Klischees kann gezündet werden …

Willkommen bei den Hartmanns bietet gute, typisch deutsche Kinounterhaltung mit zarten satirischen Ansätzen. Weniger sketchartige Possen und mehr Schärfe hätten dem Film (und dem Thema) jedoch gutgetan.

Willkommen bei den Hartmanns
Regie: Simon Verhoeven (Unfriend, Männerherzen, Männerherzen … und die ganz, ganz große Liebe)
Darsteller: Eric Kabongo, Senta Berger, Heiner Lauterbach (Rossini, Männer, Das Superweib), Palina Rojinski, Florian David Fitz (Vincent will meer, Hin und weg, Da geht noch was, Männerherzen, Männerherzen … und die ganz, ganz große Liebe), Elyas M’Barek, Uwe Ochsenknecht, Ulrike Kriener, Eisi Gulp
Komödie / Satire

116 Minuten

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