Buch-Tipp: Nachruf auf Amerika

Und auf einmal ist alles anders!

Seitdem Barack Obama das Weiße Haus für Donald Trump räumen musste, erkennen viele Journalisten, Politiker und Politikinteressierte das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr wieder. Dabei verklärt sich vieles in der Rückschau. Zudem ist längst nicht alles, was uns heute über Trumps USA empört, erst mit dem ersten Umzugskoffer des neuen Präsidenten ins Weiße Haus eingezogen. Und doch scheint jetzt die Zeit gekommen zu sein, sich von dem großen, fürsorglichen Bruder USA in aller Freundschaft zu verabschieden. Der SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat die Vereinigten Staaten als Student und Korrespondent kennengelernt. Man muss nicht viele Seiten seines Nachrufs lesen, um seine Liebe zu den USA zu erkennen. Brinkbäumer erklärt die historisch gewachsene Verbundenheit zu Deutschland, zeigt die gemeinsamen Wurzeln beider Nationen auf und unterstreicht die Einzigartigkeit des Landes, die sich analytisch aber auch leidenschaftlich ausdrücken lässt.

Sein Abschiedsbrief enthält viele Erinnerungen an hoffnungsvolle Begegnungen sowie an Gespräche mit engagierten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Es könnte alles so schön sein, doch mit Begrifflichkeiten wie American Angst und „Die Verzweifelten Staaten” macht der Autor deutlich, dass die USA auch nach Donald Trump genug mit sich selbst zu tun haben werden. America first! ta

Buch-Tipp: Nachruf auf Amerika von Klaus BrinkbäumerNachruf auf Amerika
Klaus Brinkbäumer
S. Fischer Verlag
528 Seiten
24,00 €

Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.